Archiv für Geschichten
20. Mai 2012 · Gespeichert unter Berührung, Geschichten, Gute Wünsche · Tagged Liebe, Leben, Gott, Botschaft, Herz, Trost, ICH BIN, Annahme, Licht, Sehnsucht, Kraft, Wünsche, Ruhe, Zeit, Gedanken, Hilfe, Angst, Vertrauen, Frieden, Hingabe, Mensch, göttlich, Fühlen, Schmerz, Geschichten, Sein, lieben, Seele, Erfüllung, Freude, Lebenslust, Heilung, nehmen, geben, Freund, Gefühle, liebevoll, Kampf, Unterstützung, starke Arme, Jemand, Erlösung, Geschichte, geborgen, geliebt, Wellen, Trauer, Der spirituelle Weg, Marina Kaiser, www.marina-kaiser.de, für ein tag, ferne, griffen, hoben, irgendetwas, Lustlosigkeit, Wellen des Lebens

Jemand lag am Morgen noch müde und etwas benommen im Bett und verspürte keinerlei Lust aufzustehen. Was ist heute eigentlich für ein Tag? Liegt irgendetwas Unangenehmes an? Diese Fragen stellte er sich meist als erstes nach dem Erwachen.
Nein, nichts Unangenehmes! Aber auch nichts Tolles! Heute ist Sonntag, fiel ihm ein, keine Arbeit! Warum eigentlich überhaupt aufstehen und das warme Bett verlassen? Wozu eigentlich? Ich werde ja doch von keinem Menschen erwartet oder gebraucht. Was hat mein Leben eigentlich für einen Sinn?
Dunkel erinnerte er sich an Tage, an denen er dankbar und gut gelaunt morgens in seinem Bett erwachte und sich auf den Tag freute. Dies schien meilenweit zurück zu liegen. Heute fühlte sich alles irgendwie leer und sinnlos an – langweilig und öde.
„Ach Gott, wenn´s dich gibt, dann mach doch irgendetwas, was mein Leben wieder spannend macht!“ Traurig drehte er sich auf die andere Seite und kuschelte sich nochmal in seine Decke ein. Wie aus weiter Ferne hörte er die Vögel draußen, doch die interessierten ihn überhaupt nicht…
Gerade als er im Begriff war, wieder einzuschlafen, vernahm er ein anderes Geräusch. Es war das vertraute Quietschen seiner Schlafzimmertür. Plötzlich griffen zwei starke Arme nach ihm und hoben ihn aus dem Bett. Er wollte schreien, doch kein Ton kam aus seinem Mund. Seltsamerweise konnte er auch nichts sehen.
Er wehrte sich nach Leibeskräften, doch es nütze ihm nichts. Gegen diese starken Arme konnte er nichts ausrichten. Er wurde doch tatsächlich aus seinem Zimmer heraus getragen. Endlich gelang es ihm zu schreien: „Hilfe! Entführung! Hilfe!!!“
„ICH helfe dir doch“, bekam er zur Antwort – und es kam von jener Person, die ihn gerade weg trug. Die Stimme klang seltsamerweise gar nicht mal unfreundlich.
Erneut rief JEMAND um Hilfe und versuchte sich zu wehren.
Doch niemand war da, um ihn aus den starken Armen seines Entführers zu befreien. Ein Adrenalinstoß folgte dem nächsten, Panik durchströmte ihn in heißen Wellen.
Was sollte das? Wer war das? Wohin wurde er gebracht? Und warum? Was sollte mit ihm geschehen? Warum konnte er nichts sehen?
Ach wäre ihm das doch nur nicht geschehen! Wie konnte es nur sein, dass er sein Leben heute morgen als langweilig empfunden hatte?! Wie gerne hätte er jetzt die Sicherheit und Gemütlichkeit seines scheinbar so langweiligen Lebens zurück gehabt!
„Lass mich los!“ schrie er aus Leibeskräften und trommelte gegen die starken Arme seines Entführers, der sich inzwischen mit ihm irgenwo hin gesetzt hatte und ihn immer noch festhielt. Starke Arme hielten ihn fest, aber nicht schmerzhaft umfangen.
Verzweifelt versuchte sich Jemand zu befreien, er kämpfte und wand sich bis schließlich seine Kraft nachließ. Erschöpft hielt er für einen Moment inne. Inzwischen heiser geworden wimmerte er: „Lass mich gehen! Ich will das nicht!“
„Warum eigentlich nicht?“ hörte er diesen mit ruhiger Stimmer fragen.
„Was ist denn hier und jetzt so schlimm?
Wie würde es dir gehen, wenn du aufhören würdest zu kämpfen?“
Verwundert über diese Fragen und auch über die Ruhe, die in der Stimme mitschwang, hielt Jemand inne.
Was war das? Sanft strich ihm der große Unbekannte übers Haar. Das fühlte sich wirklich nicht unangenehm an. Wieder und wieder spürte er die warme Hand sacht auf seinem Kopf. Langsam entspannte er sich etwas. Es geschah ja tatsächlich nichts wirklich Schlimmes, nein, es fühlte sich sogar irgendwie gut an. Wenn er still hielt, ließ auch der Schmerz in seinen Handgelenken nach.
„So ist´s doch schon viel besser,“ sprach der vermeintliche Entführer begütigend auf Jemand ein. „Wenn du deinen Kampf beendest, spürst du auch gleich keinen Schmerz mehr. Glaub mir, du brauchst absolut keine Angst zu haben, ICH will dir nur helfen. Du hast mich schließlich um Hilfe gebeten. Erinnerst du dich? Das ist noch gar nicht lange her.“
Da fielen Jemand die Worte ein, die er noch heute morgen gedacht hatte: „Ach Gott, wenn´s dich gibt, dann mach doch irgendetwas, was mein Leben wieder spannend macht!“ – und er antwortete: „Ich erinnere mich nur daran, Gott um Hilfe gebeten zu haben.“
„Eben!“ anwortete sein Gegenüber mit den starken Armen.
„Wie jetzt?“ fragte Jemand langsam ahnend, dass hier wieder einmal eine seiner Bitten auf seltsame Weise erfüllt wurde. „Träume ich etwa wieder?“
„Frage nicht, mein Freund, sei einfach nur da und spüre… du bist bei mir… in meinen Armen…” Und Jemand kam zur Ruhe. Er spürte die warmen liebenden Hände Gottes, die ihn wieder und wieder sanft streichelten. Langsam, ganz sacht und behutsam wanderten sie über den ganzen Körper. Jemand begann die seltsame Situation zu genießen. Bald würde dieser zunächst schrecklliche, dann immer schöner werdende Traum sicher zu Ende sein. Alles Schöne fand erfahrungsgemäß bald ein Ende.
Da hörte er Gottes Stimme, die zärtlich und gütig zu ihm sprach: „Ja, mein lieber Freund, ICH BIN es. ICH habe in dieser Wirklichkeit, die du Traum nennst, die Gestalt des Entführers angenommen. Und ICH sage dir: Das, was du jetzt hier in meinen Armen erlebst, wird erst dann enden, wenn du es möchtest. Und wenn du es so willst, kann es auch ewig dauern. Ich halte dich, ICH streichle dich, so lange du es willst – und du brauchst nichts zu tun, als dich meiner Liebe einfach nur zu ergeben.“
Jemand fand es zunächst gar nicht so leicht, nichts zu tun, doch nach und nach gelang es ihm, sich in diese liebenden starken Arme einfach hinein fallen zu lassen und seine Aufmerksamkeit ganz auf die wundervollen Hände zu richten, die ihn so liebevoll streichelten. Dabei wurde sein Körper immer weicher, immer hingebungsvoller… Es war wunderschön.
„Dass Hingabe so schön sein kann!“ wunderte er sich. „Niemals möge dies enden“, dachte Jemand noch – und dies war sein letzter Gedanke, bevor er in einen Zusatnd reinen Fühlens hinein glitt. Das war so zauberhaft, so unwirklich schön… So musste es im Himmel sein. Es war als würde sein Körper alle Anspannung aufgeben, als würden sich alle Zellen öffnen für die Liebe, die ihm hier so großzügig und unablässig immer und immer wieder zuteil wurde. Und in dieser tiefen totalen Aufgabe aller Kontrolle in der Umarmung Gottes, wurde er immer weicher, konnte sich absolut entspannen und spürte die Grenzen seines Körpers gar nicht mehr. Wo hörte er auf? Wo begann Gott? Irgendwann fühlte er ganz deutlich und bewusst: Ich bin eins mit Gott. Wir sind eins. Es gibt keine Trennung.
Jemand ruhte in diesem zeitlosen Raum des ewigen Jetzt in den Armen Gottes so lange bis er wirklich, wirklich ganz und gar satt war. Als er sich schließlich langsam aufrichtete, strich Gott ihm über die Augen und er konnte wieder sehen. Als er Gott in seine unendlich gütigen, verstehenden Augen blickte, fühlte er ein seltsames Ziehen in seinem Herzen. Ja, das war es… Lust! Lebenslust! Jemand sehnte sich nach Bewegung, er wollte aufstehen und in sein Leben gehen.
„Darf ich…wieder in mein Leben gehen?“ fragte er zögernd.
„Natürlich darfst du leben, mein Freund!“ atwortete Gott lächelnd.
„Doch ICH sage dir: Du wirst dieses Erlebnis hier wieder vergessen haben, wenn du in deinem irdischen Bett erwachst. Erinnern wirst du dich lediglich an etwas Wunderschönes, nach dem du auf der Suche bist. Du wirst es als diffuse Sehnsucht nach Verbundenheit erleben. Manchmal… in den Armen, in der Stimme oder in den Augen anderer Menschen kannst du es teilweise wieder finden, denn in allen Menschen lebe ICH.
Durch Berührung und Nähe zu anderen Menschen – sei es körperlich oder geistig – wirst du die Einheit allen Seins fühlen können. Deshalb sage ICH dir: Auch wenn es dir gefährlich erscheinen mag, dich anderen zu öffnen, weil du dich dadurch verletzbar machst und dich vielleicht vor dem irgendwann kommenden Abschied oder gar vor Ablehnung fürchtest, sei dennoch bereit für Nähe und Verbundenheit, wie sie zum Beispiel durch Umarmungen oder freundlichen Augenkontakt geschieht. Durch die Verbindung mit anderen Menschen, erfährst du Facetten dieses Ur-Gefühls von Einheit, das du gerade hier bei mir erlebst. Diese Gefühle wirst du allerdings in deinem irdischen Leben nur sporadisch in dieser Reinheit und Kraft spüren. Sie können in verschiedenster Weise zu dir kommen: beispielsweise durch wohlige Körpernähe, durch offene Gespräche, durch gemeinsames Singen… Du wirst sie finden! Deine Sehnsucht weist dir den Weg. Diese Momente sammle im goldenen Schatzkästchen der Erinnerung. Denn zwischendurch wird es immer wieder auch Durststrecken geben. Willst du dennoch zurück in dein irdisches Leben?“
„Ja,“ antwortete Jemand kraftvoll. „Mein größter Wunsch ist es, die Liebe, die ich gerade bei dir erfahren habe, weiter zu geben. Ich platze sonst! Jetzt erkenne ich, was ich immer gesucht habe: Liebe und Verbundenheit! Dafür will ich leben! Jetzt weiß ich es! Liebe ist es, wofür sich all das Hin und Her auf Erden lohnt! All der Schmerz, die Erlösung daraus, neuer Schmerz, Hilfe und Unterstützung, Sehnsucht, Erfüllung, Trauer, Trost, Angst, Vertrauen, Kampf, Hingabe… eben die Wellen des Lebens. Ich will das Leben jetzt annehmen, mich den Wellen hingeben, anstatt dagegen an zu kämpfen.
Es war zauberhaft bei dir Gott, aber ich bin nun satt und vollgetankt. Ich weiß gar nicht, wohin mit all der Liebe, die in mir ist. Ich will sie weitergeben – ich weiß noch nicht wie, aber ich werde einen Weg finden!“
„So sei es“ sagte Gott schmunzelnd – und Jemand erwachte aus einem tiefen kleinen Nickerchen am Morgen und fühlte sich seltsam munter und frisch – voller Lust und Liebe zum Leben.
„Mal sehn, was dieser Tag mir bringt – und was ich draus mache,“ dachte er, freute sich am Gesang der Vögel, summte eine leise Melodie und stieg entschlossen aus dem Bett, um seine Katze zu streicheln.
© Marina Kaiser
Dass wir WUNDERbare Erfahrungen machen, wenn wir uns trauen, Nähe zuzulassen,
dass wir die Liebe täglich auf unterschiedlichste Weise fühlen können -
im Empfangen und im Geben -
und dass wir uns vom Leben selbst geliebt fühlen,
wünsche ich uns allen von Herzen!
Mit einem dankbaren Namasté für die unendlich vielfältige Liebe des Lebens grüßt euch
Marina
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28. Dezember 2011 · Gespeichert unter Geschichten, Märchen, Spirituelles · Tagged Angst, Erinnerung, Frieden, Gelassenheit, heilen, Heilung, Herz, Liebe, Mosaik, roter Faden, Scham, Schmerz, Sinn, Tränen, Umarmung, Vater, Verletzung, weinen, weisheit, Zuhause
Heute möchte ich einen Auszug aus dem Märchen Die heilende Macht des Sultans
mit euch teilen. Hier begegnet die angstvolle junge Frau Selina ihrem Vater, der bereits nicht mehr in dieser Welt lebt, auf der Traumebene:
„Vater…, ach Vater“ konnte die aufgeregte Frau nur rufen, dann versank sie in den ausgebreiteten Armen ihres Vaters. „Jetzt wird alles wieder gut… … …, jetzt kann ich endlich wieder nach Hause… …. … Du bringst mich doch nach Hause, Vater?“
Jonatan, ihr Vater, hielt Selina in seinen Armen und strich ihr beruhigend über das Haar. „Alles wird gut, mein lieber Schatz…, alles wird gut!“ Und als würden diese Worte in Selina Schleusen öffnen, begann sie in den Armen ihres Vaters hemmungslos zu weinen. Ihre ganze Angst, all die Anspannung der letzten Jahre brachen aus ihr heraus und machten sich in den Tränen Luft. Und ständig flüsterte sie unter Tränen die Worte ihres Vaters „Alles wird gut…!“
Erst nach einer ganzen Weile beruhigte sich Selina. Ihr Vater lockerte behutsam seine Umarmung und sah seiner Tochter zärtlich in die Augen. „Es wird wirklich alles gut, Selina! …
„Du hast mir so gefehlt, Vater. … Selina barg ihr Gesicht in seinen Armen und begann erneut zu weinen.
„Ich weiß. Selina…“ Und wie zur Bekräftigung nahm er seine Tochter fester in den Arm und strich ihr beruhigend über die Haare. …
Umso mehr bin ich froh und dankbar, dass uns heute das Wunder einer Begegnung miteinander geschenkt wurde. Ich liebe dich sehr, Selina. Immer habe ich dich aus meinem tiefsten Herzen geliebt, auch wenn ich dir das auf Grund meiner Erziehung und meiner Lebensumstände niemals wirklich zeigen konnte. Lange Zeit habe ich mir deswegen große Vorwürfe gemacht.“ Jonatan sah seiner aufmerksam lauschenden Tochter in die Augen und sie konnte darin den Schmerz erkennen, den er deswegen erlitten haben musste.
Nach einer Weile fuhr ihr Vater fort: „Aber da, wo ich jetzt bin weiß ich, dass alles…, dass wirklich alles in unserem Leben einem guten Sinn folgt, auch wenn dies für uns Menschen nicht erkennbar wird, und sich häufig vieles anders als gut anfühlt. Manchmal erschließt es sich uns, wenn wir inmitten der Geschehnisse und Zufälle den roten Faden unseres Lebens erkennen können. Dann wird für uns begreifbar, dass wir nur auf diesen Wegen an den Ort gelangen konnten, an dem wir uns gerade befinden… Verstehst du?“ Jonatan sah Selina erwartungsvoll an.
Sie nickte nur. „Aber es ist schwer verständlich, dass der Weg zu einem Ort des Friedens und der Liebe über Erlebnisse voller Schmerz, Scham und tiefe Angst führen muss…. Vater.“
„Ja, Selina. Für uns ist es schwer verständlich. Aber es geht im Leben eben nicht nur darum, von einem Ort zu einem anderen zu gelangen. Da spielen viele andere Aspekte mit hinein, die wir überhaupt nicht überschauen können. Das Leben ist vielleicht vergleichbar mit einem großen Mosaik.
Wenn du ganz nah an das Mosaik herantrittst, erkennst du nur, dass zum Beispiel auf der einen Seite ein blaues Steinchen und dicht daneben ein grüner Stein liegt. Dazwischen liegen vielleicht drei schwarzes Mosaiksteine. Das ergibt keinen Sinn und sähe ohne die schwarzen Teile viel schöner aus, nicht wahr?“ Selina nickte. „Aber nur aus der Ferne kannst du das Bild schauen und glaube mir, du würdest sofort erkennen, wenn die schwarzen Steine durch andersfarbige ersetzt worden wären…
Das komplette Kapitel ist mit folgendem Link zu erreichen: 22 – Traum oder Wirklichkeit?
Dass wir auch in schweren Momenten und Herausforderungen des Lebens auf einen guten Sinn in allem vertrauen können und dass es Begegnungen gibt, die uns dabei helfen – egal ob auf der irdischen Ebene, der virtuellen oder der rein geistigen Welt – wünscht dir, mir und uns allen
Marina
5. Dezember 2011 · Gespeichert unter Geschichten, Weihnachten und Advent, Weihnachtsgeschichte · Tagged Advent, Adventszeit, Angst, behutsam, Fühlen, Freund, Frieden, göttlich, geborgen, Geborgenheit, Gedanken, Gefühle, Geschichte, Gott, ICH BIN, inneres Kind, Leben, Licht, Liebe, lieben, liebevoll, Macht, Mensch, Mut, roter Mantel, sanft, Schmerz, Seele, Sein, strahlen, Taschentuch, Umarmung, Vertrauen, Vollkommenheit, Vorweihnachtszeit, Wünsche, weiß, Weihnachtsgeschenk, Weihnachtsgeschichte, weihnachtsmann, Weihnachtszeit, Zeit
Da war ein Geräusch… Ich schreckte hoch. Mein Blick fiel auf etwas Rotes – ein rot gekleideter großer Mann stand in der Zimmertür. Ein unsinniger Gedanke nahm in mir Gestalt an…
“Geh weg, dich gibt´s doch gar nicht!”
Er ging nicht weg, im Gegenteil, langsam kam er näher.
Ich zog meine Decke eng um mich herum und drückte mich in die hinterste Ecke meines Bettes – war zum kleinen verängstigten Kind geworden.
Er zog sich einen Stuhl in die Nähe meines Bettes und setzte sich. Erstaunt hörte ich seine Worte: “Fürchte dich nicht! Was wünschst du dir von mir?”
“Dass du weg gehst! Dich gibts doch gar nicht,” flüsterte ich.
“Doch, es gibt mich. In der magischen Landschaft deiner inneren Welt lebe ich schon seit langer Zeit.
Heute besuche ich dich, damit du mich endlich näher kennen lernen kannst und mein wahres Gesicht siehst.”
“Das will ich nicht! Geh doch bitte weg! Ich habe Angst…”
“Ja, ich weiß,” antwortete er ruhig, “deshalb bin ich ja hier. “
“Was willst du?” fragte ich. “Was habe ich denn verbrochen?”
“Gar nichts! Absolut gar nichts!”
“Sie haben mir erzählt, dass du mich ausschimpfst oder mich mit deiner Rute schlägst, wenn ich kein gutes Kind bin… Du hast die Macht, entweder Geschenke zu bringen oder Schläge. Ja, du könntest mich sogar in deinen großen Sack stecken und mitnehmen, mich entführen in ein dunkles Irgendwo – bis ich mich gebessert habe.”
Immer kleiner wurde ich und spürte, wie mein Körper zu zittern begann.
“Mein Liebes, ja, das haben sie dir erzählt, und genau deshalb bin ich hier. Diese Angst lebt noch heute in dir. Ich habe eine Bitte und ein Geschenk für dich,” antwortete er freundlich.
Verwundert wiederholte ich “…Eine Bitte? Ein Geschenk?”
Er nickte. “Ich bitte dich, schau mich heute einmal genau an. Lauf nicht wieder fort mit deinen Gedanken. Schau mich an.”
Ich hob langsam meinen Blick. Von seiner roten Kleidung ging ein seltsames Strahlen aus. Er war groß, mindestens doppelt so groß wie ich, stark, mächtig. Wieder begann ich zu zittern.
“Bitte, schau nicht weg, hab Mut und schau mir ins Gesicht.”
Es kostete mich wirklich allen Mut,den ich in diesem Moment aufbringen konnte. Mein Blick wanderte langsam an der großen Gestalt aufwärts und versank schließlich in seinen klaren, strahlenden Augen… Ich sah darin wie in einem magischen Spiegel längst vergangene Bilder:
Da war das Kleinkind, dem sie nach einer Bestrafung sagten: “Jetzt ist dein Böckchen gebrochen.” Ich sah das schüchterne Mädchen, das sich vor dem Verlassen-werden im Kindergarten fürchtete, das Vorschulkind, das tapfer seine Tränen in den Mülleimer warf, um sein Weinen beenden zu können. Ich begegnete dem Schulmädchen, das Angst hatte zu versagen, fand die Jugendliche, die sich schämte, weil sie nicht so war wie die anderen und einfach nicht dazu gehören konnte, so sehr sie sich auch bemühte, es den anderen recht zu machen. Ich sah die junge Frau, die immer wieder einmal in Wut geriet, obwohl sie das gar nicht wollte und sich danach furchtbar schuldig fühlte… Bilder, die von Scham, Schuld, Angst und Unzulänglichkeitsgefühlen geprägt waren… Und in all dem lebte die Angst, verurteilt und bestraft zu werden.
So machtvoll und bedrohlich wie mir als Kind der große, übermächtige Weihnachtsmann erschienen war, so mächtig war das ganze Leben. Mir kamen die Worte in den Sinn: “Sag wie ichs hier drinnen find – sind´s gute Kind, sind´s böse Kind?”
Wie aus weiter Ferne hörte ich seine Stimme, die mich unendlich gütig aufforderte: “Erzähl mir, was du siehst.”
Und ich erzählte ihm alles. All das, was ich schon so lange vor anderen und zum Teil auch vor mir selbst verborgen hatte, alles wofür ich mich schämte… Erst als ich nahezu fertig war, nahm ich wahr, dass er seinen Stuhl näher an mein Bett herangezogen hatte und die ganze Zeit meine Hand gehalten hatte. Ich schloß mit den Worte: “Ich glaube, das ganze Leben ist wie der Weihnachtsmann, es kann mich belohnen oder bestrafen…”
Als ich das Ausmaß meiner Furcht vor der Ungewißheit und Macht des Lebens spürte und mir meiner eigenen Machtlosigkeit gewahr wurde – denn ich konnte niemals so gut sein, wie ich meinte sein zu müssen, damit der Weihnachtsmann, äh ich meine das Leben mit mir zufrieden wäre - begann ich erneut zu zittern. Tränen rannen mir über die Wangen, und ein heftiges Schluchzen ließ meinen Körper erbeben.
Der Weihnachtsmann nahm mich in seine Arme und hielt mich, während ich all den Schmerz und die Angst aus mir heraus weinte, die ich schon so lange in mir gespeichert hatte. Meine Tränen flossen in den weichen Stoff seines wunderbar duftenden roten Mantels. Ich spürte, wie mich seine starken Arme sanft hin und her wiegten. Es fühlte sich so erlösend an. Ich durfte weinen, ich durfte alles sagen, flüstern, krächzen, ja auch schreien… In dieser Umarmung durfte ich sein, einfach sein und alles da sein lassen, was in diesem Moment da war. Es dauerte so lange wie es dauerte… Zeit war unwesentlich. Er hatte Zeit, alle Zeit der Welt – und jedes meiner Gefühle war ihm willkommen, das konnte ich jetzt immer deutlicher fühlen.
“Oh Gott, das tut so unendlich gut”, flüsterte ich…
“Ja, Gott ist es, der dich gerade in den Armen hält”, antwortete mir der Weihnachtmann leise. Und ich bin heute Nacht zu dir gekommen, um dir ein Geschenk zu überbringen. Das sagte ich ja bereits zu Beginn unserer Begegnung. Du erinnerst dich? “
Er lächelte und holte aus den Falten seines roten Gewandes ein blütenweißes, duftiges Taschentuch und tupfte unendlich behutsam meine Tränen ab.
“So rein wie dieses Taschentuch ist deine Seele, mein Schatz. Dieses weiße Tuch soll dich immer an deine wahre Natur erinnern: Du bist schuldlos, unschuldig und vollkommen geliebt so wie du in jedem Moment bist.”
Ich wollte widersprechen: “Aber ich habe doch…”
Liebevoll legte er mir einen Finger auf die Lippen und unterbrach mich: “Sei still, mein Liebes, wir wissen, dass du das ein oder andere getan oder unterlassen hast, was du dir im nachhinein anders gewünscht hättest. So geht es jedem Menschen. Das ist die Natur des Menschseins. Vollkommenheit ist nicht möglich, so sehr ihr euch auch anstrengt. Mein Geschenk an dich ist die wahre Zusage: Du bist in allem, was du tust oder nicht tust von mir und vom Leben geliebt! Ich werde dich niemals bestrafen und auch das Leben, auch Gott liebt dich unendlich. Genauso sicher und geborgen, wie du dich eben in meinen Armen gefühlt hast, kannst du dich in der unendlichen Umarmung fühlen, die das Leben dir täglich anbietet.”
Wie ein Kind stieg ich eingehüllt in meine Bettdecke auf seinen Schoß und ließ mich noch lange von ihm halten bis ich schließlich an seiner Schulter einschlief.
Am nächsten Morgen erwachte ich mit einem tiefen Gefühl der Dankbarkeit. Mein Blick fiel auf den Kalender. Es war der 24. Dezember des Jahres WannImmerAuchJetzt. Und ich fand auch ein Weihnachtsgeschenk: Auf meinem Kissen lag ein blütenweißes Taschentuch.
Ich hatte wohl nicht mehr bemerkt, wie mich der göttliche Weihnachtsmann in der Nacht ganz sanft wieder in mein Bett zurück legte und fürsorglich zudeckte, aber ich erinnere mich noch an seine geflüsterten Worte: “Nun wo der Weihnachtsmann seinen Schrecken für dich verloren hat, kannst du ihn und das ganze Leben als Freund begreifen, der niemals straft, der es gut mit dir meint und immer für dich da ist – und das nicht nur zur Weihnachtszeit!”
© Marina Kaiser
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Dass wir alle das Leben mehr und mehr als liebenden Freund empfinden und IHM vertrauen können, und dass wir uns gegenseitig zu so einem gütigen Weihnachtsmann (oder auch Weihnachtsfrau) werden, wünscht dir, mir und uns allen von ganzem Herzen
Marina
Mehr Geschichten und weitere Seelennahrung wie z.B. ein Adventskalender, Gedichte und Botschaften von Engeln, Christus und Maria findest du auf meiner Webseite www.marina-kaiser.de
29. November 2011 · Gespeichert unter Berührung, Geschichten, Liebe, Märchen, Nähe · Tagged Angst, Augen, Begegnung, Botschaften, Christus, Engelkarten zum online ziehen und versenden, Engeln, Erinnerungen, Freude, freundlich, Frieden, Gefühle, Gott, Hände, heilend, Heilende Berührungen, Liebe, Maria, Ritual, Scham, Sultan, Vertrauen
Hier möchte ich hier ein wundervolles heilendes Ritual vorstellen, das aus einem neuen Märchen stammt (“Die heilende Macht des Sultans”).
Es könnte als Anregung dienen, es in manchen Situationen selbst durchzuführen. Ich habe es mehrfach in beiden Rollen bereits durchgeführt und als sehr wohltuend erlebt. Viel Freude beim Lesen des Kapitels aus dem Märchen, das ein bisschen wie aus 1001 Nacht anmutet:
„Heute kannst du dir vorstellen, dass wir einander etwas mit den Händen geben wollen,” sagte der Sultan freundlich zu seiner neuen verängstigten Haremsfrau, Selina.
“Dazu öffne ich zuerst meine Hände und du legst deine mit den Handflächen nach unten auf meine. Dann schließen wir beide die Augen und du lässt all deine Gefühle die du im jeweiligen Moment spürst, gedanklich durch deine Hände fließen. Stell dir dabei einfach vor, du würdest all das in die liebevollen Hände des Lebens… oder Gott… oder irgendeiner anderen liebevollen Macht geben, welchen Namen du ihr auch immer geben magst.
Dann, wenn du glaubst nun alles gegeben zu haben, drehst du deine Hände um und wirst damit zur Empfängerin. Ich werde dann, sozusagen als das Leben…, als liebevoller Herrscher…, dir das an Gefühlen schenken, was für dich im Moment hilfreich ist. Das mag Liebe…, Mut…, Freude…, Vertrauen sein. Das müssen wir gar nicht so genau wissen, das Leben weiß es und ich diene dem Leben in diesem Fall nur als Überbringer. Hast du das alles verstanden?“
Selina hatte den Sultan, während er sprach, interessiert zugehört. Sie nickte: „Und das schadet Ihnen nicht, wenn Sie auch meine schwierigen Gefühle von mir bekommen?“ fragte sie.
Raoul lächelte. „Da können wir dem Leben getrost vertrauen. Ein wenig konntest du ja schon erleben, auf welch wunderbare Weise es oft wirkt und wie sinnvoll es unsere Wege bestimmt. Mach dir darüber keine Sorgen!“
Selina setzte sich ihm gegenüber und legte ihre Hände auf die des Sultans. Sie nahm einen tiefen Atemzug und schloss ihre Augen.
Der Sultan blickte sie noch einen Moment lang liebevoll an, ehe auch er seine Augen schloss und sich auf seine Hände konzentrierte
Vor Selinas inneren Augen zogen bruchstückchenhaft die verschiedensten Erinnerungen vorbei.., sie sah (…)

Raoul spürte Selinas Hände leicht zittern und er drückte sie sanft, wie um ihr zu verstehen zu geben, dass sie in allen schwierigen Situationen von ihm gehalten werden würde. Von Zeit zu Zeit zuckte sie merklich zusammen (…)
Dann wurde Selina ruhiger und nach einer Weile löste sie ihre Hände aus seinen und drehte sie mit den Handflächen nach oben. Behutsam legte Raoul seine Hände darauf. Er hatte das Gefühl, sein Herz würde mit jedem Atemzug wachsen und die Gefühlsdichte nahm ihm fast ein wenig den Atem. Dann ließ er alle Gedanken los und überließ sich dem Fluss des Lebens…
Erst nach einer geraumen Weile öffnete Raoul seine Augen und blickte auf eine völlig gelöste Selina. Er nahm ihre Hände, zog Selina behutsam ein Stück näher zu sich heran, umarmte sie vorsichtig und sagte: „Das Leben liebt dich, Selina!“

Das komplette Kapitel des Blogs “Die heilende Macht des Sultans” findet Ihr hier: Die Liebe des Lebens
Dass wir alle immer wieder die Liebe des Lebens fühlen können, wünscht ganz besonders jetzt auch in der beginnenden Adventszeit
Marina
Weitere Geschichten und Nahrung für dein Gemüt wie Engelkarten zum online ziehen und versenden, Botschaften von Engeln, Christus und Maria sind auf meiner Webseite www.marina-kaiser.de
… und ab 1.12. gibts auch einen Online-Adventskalender
7. Oktober 2011 · Gespeichert unter bedingungslose Liebe, Berührung, gütiger Meister, Gedichte und Lieder, Geschichten, Märchen, Mut-mach-Gedichte und Lieder · Tagged Ängste, Bewußtsein, Botschaften, Buch, Der spirituelle Weg, Engelkarten, Fantasie, Fühlen, führen, Führung, Freund, Frieden, göttlich, geborgen, Gedanken, Gedicht, geduldig, Gefühle, Geschichte, Geschichten und mit Angst, Glück, Höheres Selbst, Herz, hier, Impulse, jetzt, Kraftorte, Leben, Lehrer, Liebe, liebevoll, Liebhaber, Loslassen, Maharadscha, Meditationen, Meister, Mensch, Mitgefühl, Schmerz, Seele, Sehnsucht, Tempel, Vertrauen, weise

Im Tempel meiner Seele warten viele Lehrer auf mich.
Geduldig und weise,
voll Liebe, aber unnachgiebig
führen sie mich
durch die Täler meiner Angst,
durch die Wälder meiner Unklarheit,
durch die Klüfte meiner Widerstände,
durchdie Wüste der scheinbaren Einsamkeit
hinein ins Licht.
Bin ich müde, gönnen sie mir eine Pause.
Und wenn ich mich zuweilen grause,
wenn mich die Angst überfällt
und die Ungewißheit quält,
dann stehen sie schützend hinter mir.
Ermutigt durch sie
öffne ich Tür für Tür,
gehe durch Tag und Nacht,
finde durch Angst und Schmerz
den Weg, der alles möglich macht:
Den Weg des Vertrauens in mein Herz.
Marina Kaiser
Einer dieser Lehrer ist der Maharadscha (die Verkörperung eines göttlichen Lehrers und Liebhabers) aus meinem ersten Buch, dem Reinkarnationsmärchen
Carolines Weg durch die Angst
Dieses Buch ist vom Verlag nicht mehr lieferbar, kann aber telefonisch oder per Mail bei mir bestellt und zugeschickt werden.
Hier gehts zu einer Leseprobe
030 – 7218938 marina@marina-kaiser.de
Einen Tag in Verbindung mit all unseren liebenden Lehrern,
wünscht dir und uns allen
mit einem frohen Namasté Marina
Weitere Impulse, Botschaften, Engelkarten zum Ziehen und Versenden, Kraftorte, Meditationen u.v.m. findest du auf www.marina-kaiser.de
Wenn du Lust hast auf weitere Anregungen und vielleicht auch Austausch darüber haben möchtest, schau doch mal in das neue Forum Geborgen-hier-und-jetzt unter folgendem Link: http://geborgen-hier-und-jetzt.phpbb8.de
7. August 2011 · Gespeichert unter Gedichte und Lieder, Geschichten, Kraft der Liebe, Märchen · Tagged Angst, Fantasie, Fühlen, Frau, Frieden, Güte, Gedanken, Gesicht, Hingabe, ICH BIN, Kampf, Kraft, Leben, lebendig, Liebe, lieben, Lied, Lied der Liebe, Macht, mann, Maske, Märchen, Mitgefühl, Ohnmacht, Schmerz, Sinn, Sultan, Vertrauen, Wünsche
Liebe Leser und Leserinnen meines Lichtgestöbers,
ich bringe euch heute hier Worte, die die Liebe spricht, aus einem neu eingerichteten Blog von Rolf (meinem Mann).Das Gedicht ist ein Teil des ersten Posts seines neuen Blogs, der nach und nach ein Märchen erzählen wird:
Sei gegrüßt, lieber Mensch! 
Du kennst mich,
und doch erkennst Du mich oft nicht.
ICH wirke in Deinem Leben,
und doch unterschätzt Du oft meine Wirksamkeit,
dabei präge ICH Deine Wirklichkeit,
denn ohne mich
gäbe es Dich nicht!
ICH bin in vielfältiger Weise präsent,
trage die unterschiedlichsten Masken,
spiegele mich in abertausenden von Gesichtern,
strahle in allen Lichtern…
ICH bin, die ICH bin –
und verleihe dem Leben seinen Sinn.
ICH bin die Kraft der Liebe
Die Kraft der Liebe stellt sich vor und Ein Märchen beginnt
in dem neuen Blog http://sultangeschichte.wordpress.com/
sowie auch auf http://www.rdmeister.de/gpEasy/index.php/
Es ist eine Geschichte,
in der sich Mann und Frau,
Angst und Güte,
Macht und Ohnmacht,
Zartheit und Kraft,
Unruhe und Gelassenheit,
Kampf und Hingabe begegnen,
um miteinander zu tanzen
in den verschiedenen Rhythmen,
um schließlich zu einem gemeinsamen Rhythmus
von lebendigem Frieden und gelebten Vertrauen zusammenzufinden.
Die Melodie, nach der die beiden tanzen,
ist das ewige Lied alles Lebendigem.
das Lied der Liebe…
Vielleich hat ja die eine oder der andere Lust, sich in das Land von 1001 Nacht hinein zu träumen.
Viele schöne Mußestunden und wohltuende Erlebnisse im Land der Fantasie wünscht euch
Marina
9. Juni 2011 · Gespeichert unter Abenteuer im Land des Lichts, geborgen hier und jetzt, Geschichten, kreatives Schreiben · Tagged alle, Angst, bereit, Bereitschaft, Chor, einsam, Engel, Erfüllung, Fantasie, Fühlen, fürchten, Gedanken, Gefühl, Gesang, Geschichte, Gruppe, helfen, Herz, Hilfe, ICH BIN, ich bin bereit, Kräfte, Licht, mutig, schüchtern, schmerzlich, Sehnsucht, selbst, Singen, Töne, Unterstützung, Wahrnehmung, Willkommen
Immer wieder einmal gab es Momente, in denen sich Melina einsam fühlte, doch fand sie im Singen eine Möglichkeit, wie sie sich selbst Trost und Geborgenheit geben konnte, wenn sie es brauchte. Noch schöner wäre es jedoch gewesen, wenn sie gemeinsam mit anderen Menschen hätte singen können. Wieder dachte sie wie schon so oft: “Ein Chor kommt für mich nicht in Frage, weil ich an regelmäßigen Chorproben aufgrund des Schichtdienstes nicht teilnehmen kann.” Was sie sich nicht so recht eingestand war ihr Unbehagen, das sie bei dem Gedanken empfand, neu in eine bestehende Gemeinschaft zu kommen.
Wenn sie … …einen neuen Schritt wagen würde…
Melina wusste plötzlich, sie musste zunächst erst einmal bereit sein, einfach nur bereit sein. Mutig sprach sie nachdem sie aus der Badewanne gestiegen war vor dem Zu Bett gehen die Kraftworte:
“Ich bin bereit – mit aller Angst – ich bin bereit…
helft mir zu finden, was ich suche…”
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Wie es Melina nach diesen Zauberworten erging, kannst du lesen, wenn du anklickst: Kapitel 24. Ich bin bereit – mit aller Angst
Immer wieder kostet es Mut, sich auf Neues einzulassen, und manchmal wissen wir nicht einmal, WIE es gehen kann oder um WAS es genau geht. Mir hilft es dann, wenn ich daran denke, dass es weise, gütige und machtvolle Kräfte in mir und um mich herum gibt, die es wissen, die mir helfen und mir den Weg zeigen, wenn ich sie darum bitte. Oft ist das einzige was ich in Momenten der Unsicherheit, der Angst oder der Kraftlosigkeit sagen kann: Ich bin bereit… Und ich habe danach meistens erlebt, dass irgendetwas (meist etwas, das ich mir vorher gar nicht vorstellen konnte) geschah. Rückblickend kann ich sagen: Es war immer etwas, das mir gut tat.
Deshalb wünsche ich mir, dir und uns allen immer wieder den Mut und die Kraft, einfach nur bereit zu sein zum nächsten Schritt, auch dann und gerade dann, wenn wir gar nicht wissen, wie er aussehen könnte – es gibt Kräfte, die wissen es für uns…
Falls du Lust hast, dich auszutauschen über Themen wie “Angst, Unsicherheit und Bereitschaft – Hilfe der Engel, seltsame Weg weisende Zufälle” so schau doch mal in die neue Begegnungsstätte
Geborgen-hier-und-jetzt
6. Juni 2011 · Gespeichert unter Abenteuer im Land des Lichts, Geschichten, kreatives Schreiben · Tagged Bewusstsein, Erkenntnis, Frieden, Geborgenheit, Gewalt in der Familie, Glaube, Gnade, Höheres Selbst, heiliger Geist, Heilung, Hingabe, Intensivstation, Jähzorn, Kindheit, kosmischer Plan, Krankenhaus, Licht, Liebe, Menschenseele, Mitgefühl, Nahtoderfahrung, Schmerz, Schritte zur Heilung, sich in Nichts auflösen, Sohn, Synchronizität, Todesangst, Todessehnsucht, träume, Vater, Vaterbeziehung, Verachtung, Vergangenheit, Vergebung, Verletzung, Vertrauen, Verzweiflung, Wut, Zufälle, Zweifel
Ravel hatte im Grunde schon lange mit seinem Vater abgeschlossen, das glaubte er zumindest…
*
…als sein Handy klingelte, es war sein jüngster Bruder Ferdinand: “Unserem Vater gehts nicht gut, er liegt auf der Intensivstation…”
*
…Plötzlich wurde es ganz friedlich und still in und um ihn herum.
“Wo bin ich? Bin ich jetzt tatsächlich vor Angst gestorben?” Als er plötzlich SemSobra vor sich sah. Er hatte ein sanftes und mitfühlendes Lächeln auf seinem Gesicht, der Mann mit den goldenen Augen, der niemals auch nur einen einzigen Schatten warf.
“Du immer geliebtes Menschenkind, Ravel, ich fühle mit dir. Ich weiß mein Lieber, es gibt Schmerzen die können so überwältigend erscheinen, das sie sich von Todesangst in Todessehnsucht verwandeln können. Es gibt sehr, sehr schmerzhafte Situationen im Menschsein in denen man dem Tod näher als dem Leben zu sein scheint. Doch wisse, geliebte Menschenseele du bist niemals allein, zu keiner Zeit. Gerade jetzt in deinen dunkelsten Stunden werde ich dich halten und ganz nah bei dir sein. Kannst du es spüren: ICH BIN DA!!!”
ICH BIN DA! Welch kraftvolle Aussage, welch unglaublichen Frieden diese Aussage SemSobras in Ravels Seele doch auslöste. Es war wie ein sich Hingeben, ein sich Fallenlassen in den Schmerz um die Gnade des Friedens erleben zu können. War das seine fast lebenslang schon gewünschte Heilung, nach der er sich still im Herzen schon so lange gesehnt hatte? Wieder hörte er Sems Stimme:”Beim letzten Schritt in die Vergebung werde ich auch bei dir sein. ICH BIN DA!”
*
Ravel stand vor der Zimmertüre zum Krankenbett seines Vaters. Ganz behutsam legte Ravel seine Hand auf die Hand seines Vaters… “ “Papa, ich…
Wenn du das Kapitel komplett lesen willst und wissen möchtest, wie sich Ravel seinem Vater gegenüber weiter verhält, klicke HIER
2. Juni 2011 · Gespeichert unter Abenteuer im Land des Lichts, geborgen hier und jetzt, Geschichten, kreatives Schreiben · Tagged Abendlieder, ankuscheln, anlehnen, Anspannung, Überforderung, Bewusstsein, Engel, entspannen, Erfüllung, Erinnerung, Erkenntnis, Fantasie, Fühlen, Feierabend, Friede, Frieden, gütig, geborgen, geborgen hier und jetzt, Geborgenheit, Gefühl, Gefühle, genießen, Geschichte, Höheres Selbst, Herz, Hier und Jetzt, immer da ·, innere Reise, inneres Wesen, inneres Wissen, Kummer, Leben, Liebe, Menschsein, Mitgefühl, nach innen gehen, Pflichten erfüllen, Schmerz, Seele, selbst, Singen, Spannung, Spiritualität, Tränen, weinen, Welt, Wirklichkeit, zulassen
Hier ein Ausschnitt aus einem neuen Kapitel der “Geschichten in Luminarien”
……Melina ließ ihre Tränen zu, spürte ihre Sehnsucht nach liebenden Armen, die sie JETZT halten würden… nach einer gütigen Stimme, die ihr glaubhaft versichern würde, dass sie all´ die anfallenden Dinge des täglichen Lebens leicht schaffen konnte, wenn sie sich wieder frischer fühlen würde. Ja, es ging sogar soweit, dass sie sich wünschte, jemand würde ihr regelrecht verbieten, jetzt ein weiteres Pflicht-Erfüllungsprogramm zu absolvieren. Wer konnte dies tun? Wer konnte dieser kraftvolle weise Jemand sein – eine gütige Autorität, der sie bedingungslos vertrauen konnte?
Erschöpft schloss sie die Augen und sah… Ja, hörte sie sich denken, mit geschlossenen Augen sieht man klarer…
Sie sah SemSobra, den Mann ohne Schatten aus ihrem inneren Land „Luminarien“ vor sich stehen. Lächelnd reichte er ihr die Hand. „Komm mit mir Melina, komm… „
Ohne zu wissen, wohin er sie führen würde, nahm sie seine Hand und ging mit ihm einfach durch die Wände ihrer Wohnung hindurch. Draußen angelangt, fand sie sich auf einem Weg wieder, der durch eine herrliche, blühende Landschaft führte, die von der Abendsonne beschienen wurde…….
Wenn du das Kapitel ganz lesen möchtest Klicke auf den Link 22.Geborgen hier und Jetzt!
29. April 2011 · Gespeichert unter Abenteuer im Land des Lichts, Das innere Kind, Gedanken / Zitate, Geschichten · Tagged Abendlied, Annahme, Baum, bedingungslos, Bedingungslose Annahme, E'inhorn, Ei, Engel, Fantasie, Fühlen, Freude, Freund, Frieden, Gedanken, Gedichte, gemeinsam, Geschenke, gestalten, Herz, Hilfe, inneres Kind, Kraft, Kreativität, Land des Lichts, Leben, Licht, Liebe, lieben, Luminarien, mitmachen, neue Welt, Osterei, Sätze, Schutzengel, Sensucht, Singen, Wünsche, Wunder, Zitate
hat drei “Mitmach-Seiten” bekommen:
Wünschst du dir nicht auch manchmal einen Ort, an dem du dich bedingungslos angenommen, liebevoll behandelt und geborgen fühlen kannst? Einen Ort strahlender Schönheit, an dem alles möglich ist… Hier sind nun drei virtuelle Orte, an denen du deiner eigenen Kreativität, deiner Sehnsucht und deinen persönlichen Fantasien Ausdruck verleihen kannst:
Die persönliche Erlebnisseite , in die du eintragen kannst, welche Erfahrungen du in deiner inneren Welt dort gerade machen willst
Die Wundersammelstelle , in die du deine großen und kleinen Wunder und Geschenke des Tages hinein schreiben kannst und ich gemeinsam mit anderen an den vielfältigen Reichtümern unseres Lebens freuen kannst
Die Gäste-Galerie , in der Bilder und andere Geschenke (z.B. auch Zitate, Gedichte, Gedanken, Sätze…) eingefügt werden können

Wie es dazu kam:
“Luminarien”, das Land des Lichts und der reinen Liebe – so habe ich ein Land genannt, in dem wir alle uns gut aufgehoben fühlen können, in dem wir erleben können, wonach wir uns sehen, was uns stärkt und erfreut.
Luminarien lebt im Herzen von uns allen. Aus dieser Sehnsucht heraus habe ich zusammen mit einem zweiten Autor (Olaf) eine Geschichte über die Kraft des Mitgefühls und der bedingugnslosen Liebe ins Leben gerufen, die immer weiter wächst. Daraus entstanden jetzt bei unseren LeserInnen
herrliche Fantasien, was sie selbst und ihre inneren Kinder dort in Luminarien wohl erleben könnten.
Um diesen Raum zu geben, haben wir eine Seite unabhängig von der Geschichte eingerichtet, in die jeder der Lust hat, seinen Vorstellungen von heilenden, wohltuenden Erlebnissen Gestalt verleihen kann, und wo auch aufeinander eingegangen und miteinander etwas erlebt werden kann.
Hier einige Auszüge aus der Erlebnisseite:
Heike: …ich denke schon eine ganze Weile darüber nach, wie ich euch in euer wunderschönes Land folgen kann. Ich bin die Kleine (das inner Kind) von Heike, einen Namen hab ich leider noch nicht bekommen, denn Heike gingen heute so viele andere Dinge im Kopf herum.
Aber wir beide haben uns ein Gefühls-Osterei geschaffen, die Grundfarbe ist gelb und es ziehen sich vom dicken Ende nach oben so spiralenartig rote Streifen, rundherum um das Ei….
… wir möchten noch eine Weile bei euch verweilen.
Ich, die große Heike, sehe mich jetzt gerade mit meiner kleinen auf eurer Wiese unter einem wunderschönen blühenden Baum sitzen,um gemeinsam mit euch den schönen Abend ausklingen zu lassen.

Olaf und Marina: Nun kommen wir auch gern zu „deinem“ Baum in Luminarien und genießen mit dir und Kirstin die Abendsonne…. wie schöööön!!!
Kirstin: Meine Güte, Heike, wie wunder-wunderschön … Ich komm bestimmt unter den Baum …
Marina und Olaf: Wie schön, liebe Kirstin, wenn wir uns alle unter dem Baum treffen! Wir kommen auch gern dazu.
Ich (Marina) denke gerade an das alte Abendlied:
„Kein schöner Land in unsrer Zeit als hier das unsre weit und breit,
wo wir uns finden wohl unter Linden zur Abendzeit.“
Ín meiner Fantasie sitzen wir gerade alle unter dem schönen Baum und singen gemeinsam in der Abendsonne – und SemSobra und Cincera kommen vielleicht auch dazu und begleiten uns auf der Gitarre…
Kirstin: Ja, wir sitzen alle zusammen. Und freuen uns. In unserer Nähe viele Kristalle. Richtige Kristallstädte. Und ich bleibe da und gehe weiter…
Heike am nächsten Morgen: Ihr lieben, einen wunderschönen guten Morgen, meine Kleine und ich waren gerade wieder unter unserem Baum, diesmal an einer Stelle, wo heute früh sich nur Vögel und meine geistigen Wesen aufgehalten haben.
Ja, so stelle ich mir das auch vor, das wir dort gemeinsam sitzen und unser Licht strahlen lassen. Wir beide haben es schon mal gemacht und auch noch mein Einhorn und meinen Schutzengel mit dazugeholt. Beide scheinen sich gut zu verstehen…
Vielleicht hast du ja auch Lust bekommen, in die Kommentarfelder hinein zu schreiben, wem du dort gern begegnen würdest, und was dir Freude macht zu erleben…
Auf einen Besuch von dir freuen sich
Olaf und Marina
Hier nochmal der Wegweiser zu unsrer Erlebnisseite:
http://lichtspielereien.wordpress.com/deine-erlebnisse-in-luminarien/
Hier der Wegweiser zur Geschichte:
http://lichtspielereien.wordpress.com/luminarien-im-land-des-lichts/
10. April 2011 · Gespeichert unter Abenteuer im Land des Lichts, Geschichten, kreatives Schreiben, Liebe, Trost · Tagged Arbeit, Übergang, bedingungslose Liebe, behutsam, berührt, Bewusstsein, Engel, entschlafen, fliegen, Frieden, Geborgenheit, Gelassenheit, Geschichte, Höhere Macht, Herz, Hingabe, Hospiz, immer, Kinder, Kinderhospiz, krank, Lichtwesen, Liebe, Liebe ohne Gegenteil, lieben, Mädchen, Mensch, Mitgefühl, Patienten, sanft, Schmetterling, schwach, Seele, sterben, strahlen, Tod, Trost, Vertrauen, Wahrnehmung, Wünsche, weh tun, Weisheit ·
Melina und die Weisheit der Kinder
Eines Abends, als Melina im Kinderhospiz eine Geschichte vorlas, die mit Engeln zu tun hatte, erzählte ihr Silke, ein kleines, schon sehr schwaches Mädchen, plötzlich: “Der Engel sagt, es ist bald Zeit für mich mit ins Licht zu gehen.”
Dabei strahlte es gerade zu vorfreudig.
“Wie meinst du das – ins Licht gehen?” fragte Melina behutsam.
“Naja, ich weiß ja, dass ich bald in den Himmel komme. Der Engel hat mir gesagt, ich werde jetzt wie ein Schmetterling. Ich kann dann überall hinfliegen, ich bin dann ganz leicht. Da gibt´s eine ganze Menge Kinder, die auch fliegen können, große und kleine auch. Manchmal bringt Vitalos, so heisst mein Lichtfreund, sie abends mit. Er sagt ein Schmetterling zu sein ist sehr schön, es tut gar nicht weh, es ist wie einmal Augenzwinkern und dann flieg ich mit ihm davon. Ich bin dann zwar kein echter Schmetterling, aber ich kann fliiiieeeegen!” Ihre Augen leuchteten voller Leben. ‘
Melina war tief berührt über diese Gelassenheit und diese kindliche Hingabe, dieses Vertrauen in ihren Lichtfreund Vitalos, obschon sie doch todkrank war.
Genau diese Gelassenheit, dieses unglaubliche Vertrauen, diese totale Hingabe an etwas Höheres, das hatte sie sich immerzu schon ersehnt – als ob sie deswegen unter anderem diese nicht immer so leichte Arbeit hier tun würde. Sie hatte Lehrmeister gefunden, die sie durch ihre innere Geisteshaltung etwas wichtiges über das Leben selbst lehren sollten. Von Herzen sehr wünschte sie sich eine höhere Macht, die sie führt, ihr beisteht, der sie voll und ganz vertrauen kann, in die sie sich hineinfallen lassen kann. Denn genau diese innere geistige Haltung wünschte sie sich für ihr Leben als Lebensgefühl: voller Gelassenheit sein, voller kindlichem Vertrauen sein zu dürfen, voller Hingabe sich dem Leben anheimstellen – ebenso wie die Kinder es mit ihrem bevorstehenden Tod tun. Sie lehrten es sie so oft schon.
Wenige Tage später entschlief das zarte kranke Mädchen ganz sanft in ihrer Anwesenheit. Es war eine merkwürdige und ehrfurchtsvolle Stimmung im Raum. Ihr letzten Worten waren:
“Melina, bitte hör auf, die Liebe zu suchen, denn sie hat dich ja schon lange gefunden”. Diese Worte…
Mit diesem Auszug aus dem neuen Kapitel
“Melina und die Weisheit der Kinder” aus dem neuen Blog “Lichtspielereien”
möchte ich dir, mir und allen LeserInnen einen Gruß der Liebe schicken,
die ja immer da ist,
auch dann, wenn wir meinen, sie gerade mal wieder suchen zu müssen.
Geduldig erinnert sie uns immer wieder:

31. März 2011 · Gespeichert unter Abenteuer im Land des Lichts, bedingungslose Annahme, bedingungslose Liebe, Geschichten, kreatives Schreiben · Tagged Annahme, erlösen, Fühlen, fürchte dich nciht, Göttin, geborgen, gehalten werden, geliebt werden, Geschichte, Gott, grenzenlos, heilen, irdisch, Land des Lichts, Licht, Liebe, lieben, Menschenseele, Mitgefühl, Schatten, Schmerz, schmerzhaft, Seele, Verständnis, Welt, Wut, Zeit
Liebe LeserInnen meines Blogs,
hier kommt ein Auszug aus unserer Fortsetzungs-Geschichte
“Luminarien – im Land des Lichts”

Luminarien ist
eine Welt voller Licht, Wunder, Geheimnissse, Anmut und unglaublicher Schönheit,
eine Welt, in der Mitgefühl eine sehr, sehr wichtige Rolle spielt,
eine Welt in der die Liebe ohne Gegenteil, der bedingungslosen Liebe die Grundlage ist,
eine Welt, in der wir Menschenseelen alle daheim sind.
Ravel und Melina, die Protagonisten der Geschichte, erdenken sich eigentlich “nur”eine Geschichte dieser Lichtwelt. Doch die Liebe, die sie dort erleben, hilft ihnen, auch ihre irdische Wirklichkeit neu zu sehen und mit noch tieferer Liebe zu gestalten.
Ich würde mich riesig freuen, wenn du mich auf diesem Blog, den ich gemeinsam mit Olaf führe, besuchen kommst und vielleicht auch Lust bekommst, die Geschichte weiter mit zu verfolgen und/oder auch selbst etwas hinzu zu schreiben – denn es ist als Mitmach-Geschichte in Fortsetzungen angedacht. Dort findest du alle Kapitel dieser Geschichte in der entsprechenden Reihenfolge. Die einzelnen neuen Posts sind jedoch auch leicht zu verstehen, ohne dass du zuvor alle Kapitel gelesen haben mußt.
Und nun viel Spaß beim Lesen:
… Der Mann ohne Schatten sprach zu ihm: “Ich kann die stummen Schreie, die verborgene Wut und deinen Schmerz sehen. Es wird Zeit, Ravel… Es wird Zeit, dich deinen Schatten zu stellen. Ich werde bei dir sein, dich halten, einfach nur halten.
Ja, es ist sehr schmerzhaft für dich gewesen. Du glaubtest dein Leben lang, du müsstest einfach mit ihm leben und ihn am besten vergessen. Doch ungeheilter Schmerz bleibt Schmerz. Solange bis du in ihn gehst und ihn heilst. Du bist hier her gekommen, um zu heilen – deinen Schmerz, wie auch den Schmerz aller Menschen, deren Teil du bist, wie sie Teil deines Schmerzes sind. Schmerz ist nichts anderes als unterdrückte und überschattete Liebe. Mein Lieber, ich weiß, willst du doch nur lieben und geliebt werden wie eine jede Menschenseele.
Du wirst hier Stück für Stück lernen, in dich zu gehen und ihn zu erlösen.
Im Lichte der Göttin, der Einheit, aus der eine jede Menschenseele stammt, wird alles zu Licht, was dem Licht ausgesetzt wird. Nichts kann der Göttin, der Liebe ohne Gegenteil, widerstehen. Jetzt bist du bereit ins Licht zu gehen, um dich im Lichte des Mitgefühls und der grenzenlosen Liebe zu betrachten.
So schreckhaft und entsetzlich sie auch wirken und erscheinen mögen, diese Schatten, ich sage dir, liebe Menschenseele:
FÜRCHTE DICH NICHT!
Denn du bist geborgen in absoluter Liebe. Das will ich dich fühlen lassen – dazu bist du hier!”
4. Februar 2011 · Gespeichert unter bedingungslose Annahme, Geschichten · Tagged Angst, Annahme, annehmen, Erlösung, etwas Besonderes, falsch machen, Fühlen, fröhlich, Freund, Gedanken, Geschichte, Glauben, Gott, Hand auf der Schulter, in Ordnung, Jemand, lieben, liebende Hand, richtig machen, richtig und falsch, Sehnsucht, traurig, Versagen, Wünschen

JEMAND ganz Besonderes
JEMAND war auf dem Heimweg. Er hatte JEMAND ANDERS besucht, und NOCH JEMAND ANDERS war auch dort gewesen. Kaum war er ein paar Schritte gegangen, begaben seine Gedanken sich – wie so oft – auf die Suche nach möglichen Fehltritten:
„Habe ich alles richtig gemacht? Habe ich mich für alles bedankt? Habe ich möglicherweise etwas gesagt oder getan, was JEMAND ANDERS hätte verletzen können? Oder habe ich etwas unterlassen, was richtig und wichtig gewesen wäre? Gab es vielleicht unausgesprochene Erwartungen oder Wünsche von JEMAND ANDERS , die ich nicht bemerkt und erst recht nicht erfüllt habe?“
Rückblickend fand er schnell Hinweise seines Versagens: „Ja, wenn ich es richtig betrachte, war da nicht vorhin ein Kopfschütteln von JEMAND ANDERS, als ich jenen lächerlichen Satz gesagt hatte? Und hatte NOCH JEMAND ANDERS beim Abschied nicht etwas seltsam geschaut?
„Da gab es bestimmt etwas, das ich vermasselt habe…“, überlegte JEMAND sorgenvoll.
Ein ungutes Gefühl im Bauch und Schmerzen in den Schultern breiteten sich aus. Er hatte es schon früh als Kind erfahren: Überall konnten Fallen lauern , die nur darauf warteten , dass er unabsichtlich und ohne es sofort zu merken, etwas „falsch“ machte. Nach seiner Einschätzung gelang es ihm selten, alles „richtig“ zu machen. Und was das Ganze noch mehr komplizierte: Das „Richtige“ und „Falsche“ war niemals gleich. Bei JEMAND ANDERS war das eine „richtig“ und das andere „falsch“ und bei NOCH JEMAND ANDERS konnte es genau umgekehrt sein.
„Ach, hoffentlich habe ich diesmal möglichst nicht zu viel falsch gemacht!“ seufzte JEMAND niedergeschlagen. Denn dass es irgendein Versäumnis oder irgendeinen Fettnapf gab, in den er gewiss hinein geschliddert war, dessen war er sich ganz sicher. Traurig und mutlos schlich er nach Hause. Vielleicht sollte er am besten kaum noch JEMAND ANDERS besuchen, dann würde er nicht soviel falsch machen können – überlegte er. Aber dann wäre JEMAND ANDERS vielleicht enttäuscht… und er selbst wäre noch einsamer, als er es ohnehin schon war. Ach hätte er doch nur nicht so oft diese Angst, etwas „falsch“ zu machen und ein unhöflicher Gast, ein unaufmerksamer Gastgeber, ein langweiliger Gesprächspartner – eben ein „schlechter“ JEMAND zu sein…
„Gott, ich wünsche mir Erlösung – ich wünsche sie mir so sehr!“ flüsterte er mit Tränen in den Augen. „Und ich wünsche sie mir jetzt – jetzt endlich!“
In diesem Moment fühlte er, wie sich eine Hand auf seine schmerzende Schulter legte. JEMAND ANDERS ging neben ihm, strahlte ihn an und sagte fröhlich:
„Ich hatte ganz vergessen, dir zu sagen, wie wunderschön dieser Abend mit dir war. Du bist JEMAND! JEMAND ganz Besonderes! Und du bist mein Freund! Wie schön, dass es dich gibt!“
Marina Kaiser
Dass wir in Unsicherheiten immer wieder erfahren, dass sich eine liebende Hand auf unsere Schulter legt und sich unsere Ängste in Wohlgefallen auflösen, ja dass wir vor allem uns selbst so lieben und annehmen können, wie wir sind, und daran glauben, genau so in Ordnung zu sein, wünscht dir und mir und uns allen
Marina
P.S.: Es ist schön, dass es dich gibt! Du bist etwas GANZ BESONDERES!
1. August 2010 · Gespeichert unter Gedichte und Lieder, Geschichten, Liebe · Tagged Angst, Annahme, Beziehung, es war einmal, Frieden, Gefühle, Herz, Hier und Jetzt, Hilfe, innere Stimme, Kraft, Lichtbrücke, Liebe, Loslassen, Macht, Maharadscha, Märchen, Mut, Ozean der Liebe, Reinkarnation, Schmerz, verbunden, Vertrauen, Wünsche, Zuhause
Diese Geschichte beschäftigt sich mit den uralten Themen „Angst”, „Vertrauen”, „Loslassen” und „Annehmen”. Geben wir ihr den Ort Indien und die Zeit eines vergangenen Jahrhunderts. Wohl wissend, dass wir anstatt Indien auch einen Ort in jedem von uns einsetzen können, und statt des vergangenen Jahrhunderts das ewige, zeitlose Hier und Jetzt, Und weil sich so mancher Konflikt – vielleicht nur mit anderen Kulissen – in vielen von uns auch heute immer wieder ähnlich abspielen könnte, beginnen wir nicht mit:
„Es war einmal…” sondern: Es ist…
…ein Tag im Leben der jungen europäischen Frau namens Caroline, der ihr Leben von Grund auf verändern soll. Sie weilt für einige Wochen. in Indien. Als ihre Eltern beide durch einen Unfall plötzlich sterben, verändert sich ihr bisher behütetes Leben total. Sie steht allein, mittellos in einem fernen Land und kann nicht einmal die Zimmerrechnung bezahlen…
Ein Maharadscha bezahlt die offen gebliebene Rechnung und hat sie damit nach den Sitten des Landes gekauft. Die junge Frau ist entsetzt… Sie soll nun ein Leben als Haremsfrau, als Sklavin führen?!

Doch Caroline findet in ihrer Not und Angst eine Heimat im Herzen und im Palast des weisen, großzügigen Maharadscha, der ihr mit Verständnis, Liebe und Mitgefühl begegnet und ihr viele heilsame Erfahrungen schenkt.
Nach einiger Zeit lernt sie einen europäischen Arzt kennen, in den sie sich verliebt und der sie in seine Heimat mitnehmen will. Die junge Frau gerät in einen Konflikt. Gern würde sie mitgehen, aber was würde der Maharadscha dazu sagen? Sie hat inzwischen so viel Vertrauen zu ihm, dass sie ihm von ihren Gefühlen erzählt.
Schließlich stellt sie die Frage, die sie besonders bewegt:„Verletzt es dich nicht, wenn ich dich verlasse? Ich bin dir so viel Dank schuldig und liebe dich noch immer.” Tränen rinnen über ihr Gesicht. „Was soll ich nur tun? Für wen soll ich mich entscheiden? Es war soviel Gutes hier. Und was wird kommen? Warum das alles? Es ist so schwer…”
Liebevoll nimmt der Maharadscha Caroline in die Arme. “Es ist alles gar nicht so schwer, wie du momentan glaubst, Caroline. Es ist der Kopf, der die scheinbar widersprüchlichen Fragen der Liebe aufwirft, nicht das Herz.
Liebe ist!
Liebe fragt nicht nach gestern und morgen.
Liebe ist.
Liebe fragt nicht nach warum und wozu.
Liebe ist.
Liebe ist nicht entweder – oder,
Liebe ist sowohl – als auch.
Liebe kennt keine Grenzen,
sie fließt untrennbar durch Raum und Zeit.
Liebe bezieht sich nicht nur auf einzelne Menschen,
sie verbindet dich mit allen und allem in Ewigkeit.
Du darfst sie zum Ausdruck bringen,
mit wem und wie auch immer du willst, -
wenn du in deinem Herzen ein Lächeln dabei fühlst.
Du bist ein Tropfen im Ozean der Liebe.
Ich bin ganz sicher, Caroline: Wir beide werden immer in Liebe verbunden bleiben, wo auch immer wir sind.
Wenn einmal eine liebevolle Verbindung zwischen zwei Menschen geboren ist, besteht eine Lichtbrücke, die über die Inkarnationen hinweg bleibt.
Unendlich viele Lichtbrücken entstehen im Laufe der Leben, ein ganzes Lichtnetz, ein Lichtmeer, ein Ozean der Liebe.
Es gibt keinen Grund für mich, verletzt zu sein, wenn du gehst. Denn wir können uns über die Lichtbrücke jederzeit miteinander verbinden.
Der Fluss des Lebens trägt uns immer weiter. Nichts bleibt, wie es ist.
Nur, wenn wir uns dagegen wehren, entsteht Schmerz.
Ich werde andere Lichtbrücken im Hier und Jetzt bauen, und unsere Liebe bleibt ewig bestehen. Würde ich dich jetzt bitten, hier zu bleiben, würde ich dich nicht wahrhaft lieben. Denn zur Liebe gehört Freiheit. Und bliebest du hier, entgegen dem Gebot deines Herzens, würdest du weder dich noch mich wahrhaft lieben, denn es wäre unehrlich. Wenn sich auch unsere Körper verabschieden, so bleiben doch unsere Seelen in Liebe miteinander verbunden. Du sollst wissen: Wann immer du den Wunsch hast wiederzukommen, erfülle ihn dir! Ich werde dich stets mit offenen Armen und offenem Herzen bei mir willkommen heißen. Mein Palast ist und bleibt ein Zuhause von dir. Auch wenn wir beide neue Erfahrungen in Beziehungen mit anderen Menschen machen, bleibt unsere Liebe jederzeit bestehen und kann gelebt werden, wann immer sich unsere Wege berühren. Ich glaube, es ist ein ganz großer Irrtum zu glauben, man könne nur einen Menschen lieben.
In diesem großen Lichtnetz der Liebe gibt es unendlich viele Fäden. Einige werden hier und jetzt gelebt, andere vorher oder nachher. Wir lieben jeden Menschen auf die ganz ihm entsprechende Weise, und keinem geht etwas verloren dabei. Jede Veränderung ist richtig, so wie sie ist, für alle Beteiligten – sonst wäre sie nicht. Nur das Festhalten lässt Schmerz entstehen. Ich habe gelernt, meinem Herz zu vertrauen, das mir immer wieder sagt:
Nimm, was das Leben dir bringt.
Es gibt nichts, um das es sich zu grämen
oder zu kämpfen lohnt.
Nur, wer die Freiheit erringt,
die im friedvollen Tempel des Herzens wohnt,
findet die Liebe, die alles vereint,
die alles annimmt und nichts beweint.
Denn nur unabhängig vom Außen
kannst du glücklich sein
und dich jeder Stunde deines Lebens erfreun.
Nimm an, was kommt, und sage „Ja” dazu –
so findest du den Schlüssel zu Frieden und Ruh.
Mit diesem Auszug aus meinem Reinkarnationsmärchen wünsche ich mir und uns allen, dass wir in unseren täglichen Herausforderungen mehr und mehr der Stimme unseres Inneren lauschen und den Mut haben, ihr zu folgen…
…so dass der Palast des Maharadscha HIER zwischen uns entsteht: ein friedvoller Ort des Verstehens, des Mitgefühls, der Heilung. Der Maharadscha, Caroline und alle Menschen, die von ihnen angesteckt werden, tragen diesen Geist der machtvollen Liebe in die Welt.
Denn da sie nicht gestorben sind, – leben sie noch heute!
Entnommen aus meinem Buch: Carolines Weg durch die Angst
1. März 2010 · Gespeichert unter Geschichten, Hingabe · Tagged Angst, annehmen, Atem, Befreiung, Fühlen, Frieden, Glück, Gott, Hingabe, Lebendigkeit, Lebenslust, Liebe, Lust, Mut, Schmerz, Umarmung, Vertrauen, Wut, zulassen
fällt so schwer! Dabei birgt die Annahme eines jeden Gefühls (also wenn es Schmerz ist, auch Annahme des Schmerzes) die Möglichkeit, alles wie eine Welle zu zu lassen und wieder gehen zu lassen. Zu diesem Thema entwickelte sich eine Geschichte in meiner inneren Welt:
Das große JA
Sie war im Begriff, sich IHM ganz zu schenken und sie wusste, es fehlte nur noch ein Schritt dazu. Lange schon spürte sie das Glück in Momenten tiefer Hingabe, wenn sie dachte: „Okay, mach mit mir, was du willst. Du bist mein Meister, ich vertraue DIR blind.“ Eine heiße Welle, ein Kribbeln durch den ganzen Körper durchfuhr sie bei diesen Worten, ob gedacht oder laut ausgesprochen, war fast egal. In diesen Augenblicken fühlte sie gleichermaßen einen so tiefen Frieden und eine so heiße Lebendigkeit, dass sie dem daraus entstehenden Gefühlsstrudel ertrinken könnte. Und es gab Momente, in denen sie darin ertrank, versank in eine Dimension jenseits aller Gedanken. Viel zu selten waren diese Geschenke, die sie sich damit machte, und was blieb, das war die Sehnsucht – die Sehnsucht danach in dieser Dimension unter der Oberfläche des normalen Lebens, beständig sein zu können, die Sehnsucht, das absolute Aufgehen in dieser Einheit zu erleben, die ihr jegliche Entscheidung abnahm, die nichts von ihr forderte, was sie zu sagen oder zu tun hätte, und die gleichzeitig ALLES von ihr verlangte. ALLES! Die Aufgabe des eigenen Willens – das war das große ALLES, was ihr den Atem nahm und sie gleichzeitig vor Angst zittern und vor Hingabe zerfließen ließ. Und zu diesem ALLES, das spürte sie schon lange, fehlte noch etwas… Wieder sprach sie die magischen Worte: „Meister, ich schenke mich dir ganz!“
Und es war, als fühle sie IHN lächeln, während er sanft, leise und dennoch absolut klar sagte: „Du weißt, dazu fehlt noch etwas.“
„Was ist es?“ fragte sie gespannt.
„Willst du es wirklich wissen?“ .Seine Stimme klang nahezu gefährlich leise in ihrer gespannten Stille
.„Ja“, hauchte sie, „sag es mir!“
„Bitte MICH darum!“
„Bitte, verehrter Meister, sag mir, was ist es? Was fehlt noch an meiner totalen Hingabe?“
„Ich werde es dir nicht sagen, ich werde es dich fühlen lassen.“
Wieder durchfuhr sie eine heiße Welle der Erregung, eine Mischung aus Spannung, Neugier, Angst und ja was? Was war es noch?
„Lebenskraft!“ antwortete ER ihr in ihre Gedanken hinein – „pure Lebenskraft! Du kannst auch (Lebens)Lust dazu sagen, eine Lust, die tiefer ist als alle Lust , die du bereits kennst. In diesem Moment durchfuhr sie eine bange Ahnung, die sie erschauern ließ, eine seltsame Mischung aus Angst und Lust bemächtigte sich ihrer.
Die Angst sagte: „Tue diesen Schritt nicht, noch kannst du zurück.“
Die Lust sagte: „Ja, ich will!“
Und noch ehe sie eine bewusste Entscheidung treffen konnte, spürte sie, wie die Lust diese Worte laut aussprach:
JA, ICH WILL!
In diesem Moment durchzucktesie eine Welle des Schmerzes, der in ihr Erinnerungsspots an vielfältige schmerzvolle Sekunden aufblitzen ließ – die intensivsten Schmerzen ihres Lebens bündelten sich in diesem einen Moment – und seltsamerweise ging damit auch eine kribbelnde Lust einher.
Sie wollte einen tiefen Atemzug nehmen, doch ihr Atem ging stoßweise kurz, kräftig, eine weitere Schmerzwelle durchzuckte sie, warf sie nieder und dabei hörte sie die Stimme ihres Meisters: „Auch das gehört dazu! Auch darin ist meine Liebe!“
In diesem heißem Strudel, der ihr nahezu den Atem nahm, der sie gefangen hielt in einer unb armherzigen, liebenden, kraftvollen, und zugleich wonniglichen Umarmung, ertrank sie und schenkte sich ihrem Meister ganz, schenkte IHM auch das Letzte: ihre Bereitschaft, auch den Schmerz anzunehmen, die Angst , alles zu verlieren, die Wut, niemals all das zu bekommen, wonach sie sich sehnte, die Scham, immer unvollkommen zu sein, die Sehnsucht nach dauerhafter Liebe, alles das vereinte sich in einem tiefen Seufzer: „Ja, Meister, mein Gott, dein Wille geschehe – ich nehme alles – auch den Schmerz. Ich schenke mich DIR ganz.“
Und während sie ertrank, und das letzte Stückchen Ei genwille aus ihr heraus floss, fühlte sie eine nie gekannte Befreiung. Sie brauchte nur noch zu folgen. IHM folgen, keine Angst mehr, etwas falsch zu machen, kein bemühtes Streben nach all dem, was sie glaubte, für ihr Glück zu benötigen, kein sorgenvolles Mühen, so zurechtzukommen in der Welt, dass sie Schmerz umgehen, vermeiden oder reduzieren könne, nichts von alledem, was sie bisher am Leben gehindert hatte… Tief atmete sie auf., fühlte sich geborgen, wie niemals zuvor, im Schoß ihres liebenden Meisters, der sie küsste mit dem Atem des Lebens, und sie hielt in den Armen des Lichts.
Immer noch zuckend, vor Lebendigkeit versank sie in eine so tiefe, entspannende Hingabe, die ihr den Himmel in sich selbst schenkte.
Leise flüsterte es in ihr: Auch dieser hingebungsvolle tiefe Frieden ist eine Welle, die dich sanft wieder entlassen wird in dem vom Eigenwillen bestimmten Mensch-Sein, doch du wirst diese Wellen rufen können mit den Worten:
„Ja, mein Gott, verehrtes Leben, ich schenke mich DIR ganz – dein Wille geschehe! Ich nehme ALLES von DIR!“
Dass wir täglich die Bereitschaft fühlen können, das Leben GANZ zu nehmen, mit all seinen lebendigen Erfahrungen, die es uns schenkt – und dass wir die Liebe darin erkennen und empfinden können, wünscht uns allen
Marina
4. Januar 2010 · Gespeichert unter Geschichten, Gott, Liebe · Tagged 2010, Angst, Engel, Fühlen, Frieden, göttlich, geben, Gemüt, Gott, Himmel, Himmel auf Erden, ICH BIN, kind, Lächeln, Leben, Licht, Liebe, lieben, Liebesgeschichte, Macht, Mensch, Nacht, nehmen, Ordnung, strahlen, Umarmung, Versagen, Versagensangst, Vertrauen, Wünsche, Willkommen, Zeit

JEMAND erinnert sich
Jemand fühlte sich oftmals überfordert und erschöpft, geplagt von immer wiederkehrenden Versagensängsten. Was immer er tat, er fürchtete, es nicht gut genug zu machen. Und wenn ihm ein Fehler oder Missgeschick geschah, war er untröstlich. Wie sehr sehnte er sich danach, einfach in Frieden mit sich selbst leben zu können, ohne Angst. Manchmal wünschte er sich, unbeschwert wie ein Kind leben zu können, mit dem Gefühl, sich darauf verlassen zu können, dass gut für ihn gesorgt ist, dass er vom Leben geliebt ist, ganz gleich, was er tut.
Als er wieder einmal nicht einschlafen konnte, weil er darüber nachgrübelte, was am vergangenen Tag richtig oder falsch gewesen sein könnte, gut oder fehlerhaft, passend oder unpassend, gelungen oder misslungen…, kam ein Engel in seine Gedanken. Denn er hatte zwischendurch gedacht: „Himmel hilf! Ich will doch alles richtig machen!“
Dieser Engel lud ihn ein zu einem Besuch im goldenen Palast der Liebe. Von der Freundlichkeit und Güte dieses Engels berührt, ließ sich Jemand von ihm an die Hand nehmen. Sie flogen gemeinsam durch Raum und Zeit und sahen schon bald die goldenen Türme und Kuppeln eines herrlichen Palastes in der Sonne glänzen. Ein wunderschöner bunter üppiger Garten umgab die prachtvollen großzügigen Bauten. Der Engel ging mit Jemand durch den Garten und führte ihn zum großen goldenen Eingangsportal, das bereits weit offen stand für ihn. Eine weiße Marmortreppe führte zu dem goldenen Tor, in dem Gott mit weit geöffneten Armen stand und auf Jemand wartete. Eine wunderschöne hell leuchtende Aura umgab ihn und bestrahlte die ganze Treppe, die hell glitzerte und funkelte in Seinem Licht. Jemand stand unten an der Treppe und fühlte sich so klein in all dieser Pracht.
Und vielleicht kommst du in diesem Moment auf die Idee, wie es wäre, wenn du an dieser Stelle stündest… vielleicht ist es wie der sanfte Hauch einer Erinnnerung… Als Mensch fühlst du dich manchmal so klein… manchmal beschämt…
Ermutigend flüstern WIR dir zu: Es ist alles in Ordnung. Du bist bei Gott willkommen. Sage IHM, zeige IHM, wie du dich fühlst. Und du kniest vielleicht an der untersten Treppenstufe nieder und sagst zu IHM: „Ich bin in meinem begrenzten Alltagsbewusstsein so klein und du bist groß, so groß und herrlich!“
Und Gott antwortet dir mit den Worten: „Ja, geliebter Mensch,und du darfst dich klein fühlen wie ein Kind und unbesorgt nehmen, was ich dir gebe. Ich gebe und du nimmst.“ Kannst du fühlen, liebes Wesen, wie gut es auch tun kann, klein sein zu dürfen? Unbelastet von jeder Verantwortung? Nimm einen tiefen Atemzug und sage dir: „Ich darf nehmen. Gott gibt!“ Und während du das tust, kannst du möglicherweise die grenzenlose Erleichterung fühlen, die diese Erlaubnis mit sich bringt. Dann hörst du, wie Gott freundlich zu dir sagt: „Steh auf, lieber Mensch, und komm zu mir. Sei willkommen in meinem Haus.“ Langsam gehst du die Treppe hinauf. Wie sollst du dieses große leuchtende Wesen begrüßen? ER lächelt dir zu und öffnet noch einmal ganz weit seine Arme in einer unmissverständlichen Einladung, dich an Seinem Herzen zu halten. Vorsichtig näherst du dich IHM und spürst, wie Seine warmen kraftvollen Arme dich behutsam umfangen. Sanft bettet er dein Gesicht an Seine Brust und du hörst und spürst den Herzschlag Gottes. Die Zeit bleibt stehen und du fühlst Seine unermessliche Liebe, die er für dich in Seinem Herzen trägt und immer schon getragen hat vom Anbeginn der Zeit bis in alle Ewigkeit. Und Gott spricht zu dir mit seiner ruhigen warmen Stimme, während er dich immer noch in seinen Armen hält: „Sei willkommen, du mein geliebtes Wesen. Dies ist der goldene Palast der Liebe, in dem du nun mit mir wohnen sollst. Ich liebe dich unendlich und bin immer für dich das – ganz für dich. In jeder Stunde kannst du zu mir kommen und mich um Rat und Beistand bitten. Jederzeit öffne ich meine Arme und mein Herz für dich, immer habe ich für dich Zeit. Du bist mir niemals eine Belastung, denn ich sorge für dich als mein geliebtes Kind. Ich führe und leite dich. Wann immer du mich fragst, antworte ich dir. Du kannst bei mir niemals etwas falsch machen, denn richtig und falsch gibt es in Wahrheit nicht. Alles, was ist, ist in Ordnung. Was auch immer du tust, denkst und fühlst, wie auch immer du dich entscheidest – es ist in Ordnung, in der Ordnung der Liebe.“
Etwas zweifelnd schaust du Ihn vielleicht an und ER nickt dir bestätigend zu, führt dich zu einer wunderschönen weichen Couch und lässt sich mit dir darauf nieder. Er legt Seinen Arm um dich und bettet dein Gesicht an Seiner Schulter. „Lehne dich an, geliebtes Wesen und ruhe aus. Hier hat jede Mühe und Plage ein Ende. Ich sorge für dich. Und ich sorge gut für dich. Das einzige, was du zu tun hast, ist für dich sorgen zu lassen!“ Immer noch kannst du vielleicht kaum glauben, dass es so einfach sein kann. Deine so gewohnten ängstlichen Gedanken kommen noch nicht gleich zur Ruhe. „Hoffentlich benehme ich mich in dieser prachtvollen Umgebung angemessen und mache nichts falsch…“ Gott, der natürlich alle deine Gedanken kennt, spricht zu dir wie zu einem Kind: „Du bist jetzt hier zu Hause und kannst dich ganz sicher fühlen. Niemals wirst du bei mir irgendein Wort oder einen Blick des Unmuts oder gar Tadels erleben, was auch immer du tust oder lässt.“
Lächelnd weist er auf eine kostbare Vase und erklärt dir: „Auch wenn dir zum Beispiel diese wunderschöne Edelsteinvase entzwei gehen sollte und in Einzelteile zerspringt, würdest du kein böses Wort von mir hören. Ich würde dein erschrockenes Gemüt mit einem Lachen beruhigen und dir sagen: „Komm wir machen andere Schmuckstücke aus den Edelsteinen. Nichts ist schlimm!“ Wieder öffnet ER weit Seine Arme und gibt dir die wunderbare Zusage: „Wann immer du möchtest, kannst du dich in meinen Armen meiner Liebe vergewissern. Du kannst mitten in der Nacht zu MIR kommen, einfach wenn du den Wunsch spürst, zu sehen ob ich, ob meine Liebe, noch für dich da ist. Ich werde dir zart über die Wange streicheln, deine süße Nase küssen und sagen: Ja, Liebes, es ist gut dass du kommst! Ich liebe dich, du wunderbares Wesen. Dann öffne ich meine Decke, du schlüpfst zu mir in mein Bett und zusammen, dicht an MICH gekuchelt gekuschelt kannst du bei MIR schlafen bis zum Morgen, der ein guter neuer Morgen wird. So wie jeder Tag hier in meinem goldenen Palast ein guter Tag ist – ohne Angst, ohne die Möglichkeit irgendetwas falsch machen zu können. Ich liebe dich so, wie auch immer du bist. Und ich bin immer da für dich – immer ganz für dich da. Und wenn doch manchmal die Angst dich plagt, dann legen wir sie zwischen uns und nehmen sie in unsere liebenden Arme. Da kann sie sich ausruhen und spüren:
Es gibt wirklich nichts zu fürchten!
Geliebter Mensch, dieser goldene Palast der Liebe existiert wirklich. Er ist da! Er wartet auf dich in deinem Herzen. Jeder Mensch trägt ihn in sich und wird ihn früher oder später entdecken. Erst werden es nur Momente sein, dann werden diese sich verdichten – und der Himmel auf Erden entsteht… Gott ist da – ER wartet auf dich, tief in dir und weit um dich herum. Er will, dass du so mit dir selbst umgehst, wie ER es dir heute im goldenen Palast der Liebe gezeigt hat. Wenn du so liebevoll mit dir selbst bist, geht ein Strahlen von dir aus, das auch andere Menschen berührt und anregt, den Gott, der tief in euch allen ist, leben zu lassen.
Lasse Gott in dir leben – mehr ist nicht zu tun, verehrter Mensch!
Wir helfen dir dabei, WIR, die guten Kräfte deines Lebens
Mit dieser Geschichte wünsche ich uns allen, dass wir uns mehr und mehr in dieser Art lieben können, auf dass der Himmel den Weg auf die Erde finde!
Viele LIEBE-volle Tage nun in 2012 und jederzeit!
Marina
29. Dezember 2009 · Gespeichert unter Geschichten · Tagged Ankommen, Annahme, Demut, Dienen, Diener, Dienerin, Dienst, Dienst des Lebens, Erfüllung, Fühlen, Freizeit, Freude, Güte, Gedanken, Geist, Gott, Herz, Hilfe, Hingabe, hingebungsvoll, ICH BIN, Inspiration, kind, Kräfte, Leben, Leichtigkeit, leuchten, Licht, Liebe, Macht, mächtig, Mensch, Seele, segnen, strahlen, Vertrauen, Wahrheit, weisheit, Zeit
Im Dienst des Lebens
Sei gegrüßt verehrter Mensch!
Wünschst du dir manchmal ein stärkeres Gefühl von Sinnhaftigkeit, Freude und Erfüllung in deinem Leben?
Dürfen Wir dich zu einer Gedanken-Reise diesbezüglich einladen?
Stell dir vor, du gerätst durch gewisse Umstände in ein anderes Land, in dem völlig neue Sitten, Denkweisen und Gebräuche herrschen. Dein Geld hat hier keinen Wert und deine Papiere haben keinerlei Gültigkeit. Du kannst und musst hier völlig neu anfangen. Wahrscheinlich blickst du etwas unsicher und verwirrt umher … Sehr bald spricht dich ein Bewohner dieses Landes an, weil er deine Situation erkennt und dir helfen will. Obwohl er dir fremd ist, fühlst du dich schnell wohl in seiner Gegenwart. Seine Augen, seine Gesten und seine Worte drücken Mitgefühl, Verständnis, Wärme und Zuversicht aus. Er bringt dich zum Herrscher des Landes, zum großen Sancturius, der dich freundlich begrüßt: „Ich heiße dich willkommen in Luminarien, im Land des Lichts, und natürlich auch in meinem Palast.“ Der Mann strahlt gütige Autorität aus. Es umgibt ihn eine Aura von liebevoller Macht.
Nachdem er mit dir gegessen und getrunken hat, erzählst du ihm, dass du deinen Platz in diesem Land noch nicht gefunden hast und dich etwas orientierungslos fühlst.Daraufhin macht er dir ein Angebot: „Ich möchte dich fragen, ob du mir für eine gewisse Zeit dienen möchtest. Du würdest hier in meinem Palast wohnen und mit allem versorgt werden, was du zum Leben brauchst.“
„Aber ich weiß nicht, was hier von mir verlangt wird und ob ich das kann …“, überlegst du vielleicht, „… und wie wäre es mit Freizeit, Urlaub, Gehalt? Ich hätte gern einen richtigen Vertrag mit allem Drum und Dran.“
Lächelnd schaut dich der Sancturius an und erklärt dir: „In unserem Land gibt es kein Geld, keine Verträge und auch nur sehr wenige Regeln und festgelegte Zeiten. Die Grundlage in unserem Miteinander besteht aus Wohlwollen, Güte und Liebe. Ich kann dir versichern, du wirst alles bekommen, was du brauchst um dich wohlzufühlen – auch genügend freie Zeit und die Möglichkeit das zu tun, was du für deine Entspannung und Lebenslust brauchst. Von dir wünsche ich mir die Bereitschaft mir das zu geben, was du geben kannst. Ich möchte, dass du mir mit deinen Fähigkeiten, Talenten und Neigungen dienst – und dass du es gern tust, mit deinem ganzen Herzen. Du hast bei mir die Möglichkeit etwas ganz Wesentliches zu erfahren und zu lernen: Vertrauen, Demut und Hingabe. Möchtest du mein Angebot annehmen?“
Nun fragen Wir dich, verehrter Mensch, wie würdest du auf diese Frage antworten? Nimmst du sein Angebot an?
Das Land Luminarien, in das Wir dich mit unserer Gedanken-Reise geführt haben, ist in Wahrheit nicht weit entfernt. Der große Sancturius lebt in der Welt deines Herzens. Von dort aus regiert ER in Weisheit, Liebe und Güte und gibt dir in jedem Moment zu verstehen, wie du IHM dienen kannst.
Erfüllung, Freude und Zufriedenheit entstehen dadurch, dass du dich als hingebungsvoller Diener, als liebevolle Dienerin des Lebens verstehst und den Weisungen deines Herzens folgst in allen Situationen und Begegnungen, in allen Aufgaben und Belangen. Diene dir selbst, deinem Körper, deinem inneren Kind, deiner Seele; diene den Menschen, denen du begegnest – als würdest du Gott persönlich dienen. So wird jeder Dienst, den du tust, mit Freude, Leichtigkeit und Liebe gesegnet sein und du wirst eine tiefe Erfüllung fühlen. Wir lassen dir gern in jedem Moment die Kräfte und Inspirationen zufließen, die du dazu brauchst, Wir helfen dir, dass du deinen Dienst leicht und voll Freude verrichten kannst. Wir unterstützen dich, dein Licht in der Welt in deiner Weise leuchten zu lassen und so dem Leben zu dienen.
WIR segnen dich,
WIR, die guten Kräfte deines Lebens
269. Brief aus „Engel, die guten Kräfte deines Lebens – Band 2 : Hingabe und Meisterschaft“ von Marina Kaiser
28. Dezember 2009 · Gespeichert unter Geschichten, Gott · Tagged Annahme, Entscheidung, Fühlen, Frieden, göttlich, göttlicher Geist, Gedanken, Geist, geliebt werden, Gemüt, Gott, Herz, Himmel, Husten, ICH BIN, Kraft, Lächeln, Leben, Liebe, lieben, Liebesgeschichte, Mensch, Plätzchen, Seele, Sehnsucht, Selbstwert, still, Stille, Vertrauen, Wunsch
Jemand – will geliebt werden
Jemand, der sein Leben lang ganz große Sehnsucht nach Liebe hatte und ganz viel dafür tat geliebt zu werden, wurde am Ende seines Lebens von Gott gefragt: „Was war dein größter Wunsch in diesem Leben?“
Und er antwortete sofort: „Geliebt zu werden.“ Gott nickte und fragte weiter: „Was hast du dafür getan?“ Der Mensch dachte kurz nach und begann dann, die lange Liste dessen aufzuzählen, was er getan und unterlassen hatte, um geliebt zu werden. Gott lehnte sich bequem zurück in seinen Sessel und hörte geduldig zu. Als der neue Tag begann und der Mensch mit seiner Aufzählung fertig war, stand Gott auf und holte aus einem wunderschönen Schrank eine goldene Dose hervor. Er öffnete den Deckel und bot dem Menschen Kekse an – göttliche Plätzchen, wie sie nur in der himmlischen Küche gebacken werden.

„Lass uns ein wenig stärken für das, was ich dir jetzt erzähle.“ Gemeinsam schmausten sie die köstlichsten aller Plätzchen, die es jemals gab und geben wird. Dann strich sich Gott ein paar Krümel aus seinem Bart und fragte:
„Möchtest du wissen, was du noch getan hast, um geliebt zu werden? Möchtest du wissen, was du bisher nicht wusstest?“ Zögernd nickte der Mensch und Gott erzählte ihm von allen Ideen, die er sich nicht getraut hatte zu Ende zu denken, geschweige denn umzusetzen; von allen Bedürfnissen, die er sich nicht erfüllt hatte, von allen Dingen, die er getan hatte, obwohl sie nicht seinen Neigungen und Kräften nicht entsprachen und von all‘ den Worten, die er nicht gesagt hatte, aus Angst, sie könnten eine Disharmonie verursachen. Stattdessen hatten sie Halsschmerzen, Husten und Magendrücken zur Folge. Gott erzählte ihm auch von dem Zeitdruck und all‘ den unerwünschten und unnötig verrichteten Pflichten, die er so gut er konnte erfüllt hatte und die ihn so manches Mal Kopfweh und Rückenschmerzen einbrachten. Als es schließlich Abend war, bekannte der Mensch: „Ich wusste gar nicht, was ich alles tat und unterließ, um geliebt zu werden – und wie sehr ich mich damit unter Druck gesetzt habe.“ Eine Träne quoll aus seinem linken Augenwinkel. Gott holte ein blütenweißes duftendes Taschentuch aus einem Winkel seines Gewandes und tupfte sie unendlich behutsam ab, Dann hob er das Kinn des Menschen langsam ein Stückchen nach oben, so weit, dass er ihm in die Augen sehen konnte. In diesem Moment wurde alles ruhig und still im Herzen des Menschen. Wenn Gott sein göttliches Lächeln lächelt ist alles gut. Er lächelt übrigens immer, nur wir schauen ihm selten ins Gesicht. Der Mensch fühlte tief in sich einen Frieden, den er niemals so gefühlt hatte, eine Wärme, die ihn einhüllte wie in einen Mantel aus Licht. Die Zeit stand still und er versank in einem Gewahrsein von Liebe, das ihn für immer verändern würde. Und plötzlich wusste er es. Gott nickte bestätigend:
„Ja, es ist wahr, was du gerade erkennst. Du bist und warst immer geliebt und du wirst es immer sein – ohne dass du irgendetwas dafür tun musst. Ich liebe dich durch das Licht das du siehst, durch die Wärme die du fühlst, durch den Wind der dich umwogt, durch die Erde, die dich trägt, durch die Früchte, die dich nähren, durch die Menschen, die dich berühren, durch das Wasser, das dich erfrischt, durch den Geist, der deinen kleinen Geist in sich trägt… und durch die Engel, die jeden deiner Schritte begleiten und die stets um dich sind, dir zu geben, wonach deine Seele dürstet. Liebe ist überall, ich bin überall in allem und in jedem. Und meine Liebe ist stets für dich da.“
„Ach“, seufzte der Mensch, „Wie viel habe ich vergeblich getan, wie sehr habe ich mich umsonst unter Druck gesetzt.“ „Nichts ist vergeblich und nichts ist umsonst,“ antwortete Gott lächelnd. „Alles hat dich dahin geführt, wo du jetzt bist, ins Bewusstsein meiner Liebe für dich.“
„Ach, könnte ich doch die Zeit zurückstellen und einen Teil meines Lebens noch einmal in diesem Bewusstsein leben…“ „Dein Wunsch soll dir erfüllt werden“, antwortete Gott, ihn zärtlich betrachtend, „Du wirst dich in einer Situation irgendwo in deinem Leben wiederfinden, in der du das eben Geschehene als Geschichte vorfindest, die dir vorgelesen wird oder die du selber liest. Entscheide in diesem Moment weise, ob das für dich nur eine Geschichte oder die erlebte Wahrheit eines neuen Lebensgefühls sein soll. Und lebe dein Leben nach deiner Wahl. Und wisse in allem: Du bist unendlich geliebt, ohne irgendetwas von dem erfüllen zu müssen, was du jemals meintest tun oder lassen zu müssen. Du musst nichts und du darfst alles in meiner Liebe.!
Und so geschah es. Der Mensch kam in Berührung mit dieser Geschichte und traf die Entscheidung seines Lebens.
Marina Kaiser
16. Dezember 2009 · Gespeichert unter Engel, Geschichten, Weihnachten und Advent · Tagged Abend, Advent, Adventszeit, basteln, beten, Bett, bunt, Christkind, Engel, Erde, Erfüllung, Fürchte dich nicht, Fest, Frieden, Gedanken, gemütlich, Geschenke, Geschichte, helfen, Hilfe, Idee, Kaffee, kind, Lachen, Leben, Lichter, Liebe, Mädchen, Mensch, Morgen, Musik, Nacht, Oma, Puppe, Stern, Stern von Bethlehem, Sterne, Streß, Taschengeld, traurig, Veränderung, Wünsche, Weihnachten, weihnachtlich, Weihnachtsgeschichte, Zeit
Oma Stern
Frohgemut schlenderte Oma Stern durch die weihnachtlich geschmückte Stadt. Sie hatte sich schon seit langem auf diesen kleinen vorweihnachtlichen Ausflug gefreut. In ihrer abgegriffenen geräumigen Einkaufstasche wartete ihr zugegebenermaßen recht bescheidener kleiner Euro-Schatz darauf , für Weihnachtsgeschenke ausgegeben zu werden. Sie hatte sich in jedem Monat des Jahres einen Teil ihrer kleinen Rente dafür zurück gelegt, ihren drei Töchtern mit deren Männern und ihren sechs Enkeln je ein kleines Geschenk unter den Weihnachtsbaum legen zu können. Heute nun am 23. Dez. wollte sie ihre Einkaufstour durch die Stadt machen – für ihren Geschmack viel zu spät – aber früher ging es wegen dieser vermaledeiten Grippe, von der sie sich erst jetzt erholt hatte, leider nicht.
Und für einen kleinen Teil des Geldes wollte sie sich am Ende den Luxus gönnen, in einem kleinen Cafe ein Stückchen Streuselkuchen mit Schlagsahne zu verspeisen.
Auf den Straßen begeneten ihr viele eilige Menschen, die sich am Zauber der Lichter anscheinend gar nicht freuen konnten.. Nicht in Eile waren die Menschen, die kein Geld zum Einkaufen und vielleicht sogar kein Dach über dem Kopf zum Schlafen hatten. Und davon sah Oma Stern einige. Ach wenn sie doch nur mehr Geld, mehr Kraft, mehr Einfluss hätte, um diesen Menschen ihre Situation zu erleichtern!
Ein kleines Mädchen hatte sein Taschengeld verloren und weinte herzzerreißend, weil sie nun erstens kein Fahrgeld mehr hatte, um nach hause zu kommen und zweitens auch kein Geschenk für ihre Mutti und ihre Schwester kaufen konnte. Da musste Oma Stern einfach helfen! Und so wurde ihr Euro-Vorrat kleiner.
Auch die hungrigen und frierenden Menschen, die am Straßenrand standen, teils verschämt nach unten schauend, teils mit offener Hand um Hilfe bittend, konnte sie nicht einfach links liegen lassen – nur ein paar Cent für jeden, das macht mich nicht arm, dachte sie.
Dann kam sie an einer jungen Mutti vorbei, die ihrem Töchterchen gerade erklärte, dass in diesem Jahr das Christkind wohl nicht kommen könne, weil sie gar nichts hatten, um es bewirten zu können. Das Kind nickte traurig und vernünfig – zu vernünftig! Nein, das konnte Oma Stern nicht sehen. Sie zückte ihr Portemonnaie mit dem kleinen Stern-Aufkleber, den ihr ihre Enkelin Irmeli geschenkt hatte, und gab der blassen, dünnen Frau etwas Geld, und dem Mädchen schenkte sie die Puppe, die eigentlich für Irmeli gedacht war, mit lieben Grüßen vom Christkind. Für Irmeli würde sie noch eine neue Puppe besorgen. Wie schön war es , in die strahlenden Kinderaugen zu schauen.
Nun wollte sie sich erst einmal stärken und Kaffeee trinken gehen. Doch oh Graus, ihr Portemonnaie war leer bis auf ein paar Cent. Unverrichteter Dinge, müde und mit knurrendem Magen ging Oma Stern nach Hause.
Was nun – sie hatte keine Geschenke für ihre Lieben – und morgen war der heilige Abend? Fast wollte sie traurig und mutlos werden…Doch Oma Stern hatte in ihrem langen entbehrungsreichen Leben schon so manch schwierige Situation bewältigt und dachte sich: Der Morgen ist klüger als der Abend, jetzt wird erst mal geschlafen.
Kurz vor dem Einschlafen dachte sie: “Ich brauche eine zündende Idee! Und zwar bald!“
Nachdem sie sich in ihre warme Decke eingekuschelt hatte und erste Schnarcher durch ihre kleine Wohnung hallten, wurde sie bald geweckt von einer wunderschönen zarten Musik. Ein Engel stand vor ihrem Bett und lächelte sie an.
„Das obligatorische „Fürchte dich nicht“ kannst du dir sparen,“ lachte Oma Stern, „Euch Engel habe ich schon immer gemocht. Schön, dass ich endlich mal einen von Euch von Angesicht zu Angesicht sehen kann!“ Der Engel lachte mit ihr.
„Du hast um einen hilfreichen Gedanken gebeten…eine zündende Idee…? “Oma Stern nickte hoffnungsvoll. „Du weißt schon… wegen der Weihnachtsgeschenke…“
Der Himmlische nickte verstehend.
„Ich werde dir ein Geheimnis verraten, die wichtigsten Geschenke sind unsichtbar!“
„Hm, ich weiß…“ meinte Oma Stern, nicht ganz überzeugt, „doch wenn nicht mal kleine Dinge unter dem Weihnachtsbaum liegen, werden die Kinder enttäuscht sein… und das möchte ich nicht. Und um selbst etwas zu basteln oder zu nähen, ist es inzwischen zu spät!“
„Nun, antwortete der Engel, der es sich inzwischen auch auf Oma Sterns Bett gemütlich gemacht hatte, „ich will dir noch ein zweites Geheimnis erzählen: „Wünsche, die an Sterne gebunden werden, haben eine ganz besondere Kraft. Wie wäre es, wenn du jedem deiner Lieben einen Wunsch schenkst? Und damit du etwas hast, was sie sehen und anfassen können, schenke ich dir für jeden Wunsch einen Stern, auf dem du den Wunsch befestigen kannst. Selbstgebastelte Sterne sind dafür natürlich auch geeignet, aber ich sehe ein, dass es dafür zu wenig Zeit ist. Und wir wollen schließlich nicht, dass du noch so kurz vor dem Fest in Streß gerätst.“ Oma Stern nickte dankbar.
Der Himmlische meinte lächelnd: “Deine Enkel werden vielleicht Augen machen, wenn du ihnen erzählst, dass dies echte himmlische Sterne sind. Es sind nämlich alles Teile vom Stern von Bethlehem.“
Und so kam es! Als Oma Stern am Morgen erwachte und sich fragte, ob das alles nur ein schöner Traum gewesen sei, waren rings um sie herum bunte Sterne, viel mehr Sterne als sie für ihre Familie brauchte. Und so schrieb sie viele gute Wünsche auf und befestigte sie an den Sternen. Schmunzelnd dachte sie: Da bleiben ja noch so viele Sternen-Wünsche übrig, die nehme ich und verteile sie in der Stadt. Bis zum Abend, wenn die Kinder kommen ist noch genug Zeit. Das Geheimnis aber, dass die Wünsche, die an Sternen befestigt sind, eine himmlische Starthilfe bekommen, müssen die Menschen auch wissen, dann können sie leichter an die Erfüllung der Wünsche glauben. Denn dass gerade auch der Glaube für die Erfüllung von Wünschen wichtig ist, das wusste Oma Stern schon lange. So schrieb sie das Geheimnis das ihr der Engel verraten hatte, auf und ging als erstes in einen Copy-Laden, um es zu vervielfältigen. Und am Ende dieses kleinen Briefleins stand jeweils die Anregung, dieses Geheimnis, das nun kein Geheimnis mehr sein sollte, weiter zu erzählen.
Viele Menschen konnte Oma Stern noch an diesem Tag mit einem Stern-Wunsch beschenken, und auch nach Weihnachten hatte sie immer, wenn sie unterwegs war, einige Sterne mit Wünschen bei sich.
Ein Jahr später am 23.Dezember, beobachtete sie lächelnd, wie ein junger Mann mit einer Tüte voller Sternwünsche umher lief und andere Menschen damit beschenkte.
Nach und nach wurde dieses himmlische Wissen von immer mehr Menschen benutzt und in vielen Familien wurde es zur Tradition sich zu Weihnachten mit Sternenwünschen zu beschenken.
Und als Oma Stern nach etlichen Jahren schließlich zu den Sternen ging und von dort auf die Erde schaute, stellte sie fest, um wie viel heller und leichter das Leben auf Erden geworden war, seit die Menschen um die Kraft der Sternwünsche wussten, und sie sich in Hülle und Fülle schenkten – und das nicht nur zur Weihnachtszeit. Immer und überall hatten die Menschen eine Tüte von Sternenwünschen bereit. Und mehr und mehr Wünsche gingen in Erfüllung. So lächelten die Sterne über diese wunderbare Veränderung, die auf Erden geschah….kaum ein Mensch ging noch ohne Sternwünsche aus dem Haus…
Marina Kaiser 
Mit dieser Geschichte wünsche ich uns allen noch ein paar ruhige, besinnliche Adventstage und dann ein friedvolles Weihnachtsfest voll Sternenzauber und wärmendem Lichterglanz sowie ein erfrischendes, kraftvolles neues Jahr 2010, in dem sich viele Herzenswünsche erfüllen mögen! Und sollte jemand Lust haben, Sterne mit Wünschen auszuschneiden und zu verschenken – nur zu!
Oma Stern hätte bestimmt ihre Freude daran. Ich konnte auch schon einige Busfahrer, Verkäuferinnen, Nachbarn und Bekannte mit Sternenwünschen überraschen…

14. Dezember 2009 · Gespeichert unter Engel, Geschichten, Weihnachten und Advent · Tagged Annahme, bedingungslos, Eifersucht, Geschenk, Herz, Kraft, Liebe, Maria, Minderwertigkeitsgefühle, Mitgefühl, Not, Schlagen, Schmerz, Selbsthass, Selbstzweifel, Umarmung, Verständnis, Wünschen, Weihnachten, Weihnachtsgeschichte, zuhören
Heute möchten WIR dir wieder einmal eine Geschichte erzählen:
Ein verzweifelter Mann, der in einem Anfall rasender Eifersucht seine Frau geschlagen hatte, irrte spät in der Nacht durch die Straßen seiner Stadt. Er fror, und die Tränen liefen ihm übers Gesicht – er merkte es nicht. Es war ihm auch gleichgültig, wohin er lief – nur weg, weg von dem abendlichen Geschehen, das ihn so außer sich gebracht hatte. Aber er konnte vor dem Schmerz nicht davon laufen, er nahm ihn mit bis an den Stadtrand. Dort begegnete ihm eine Frau, und er fragte sie: „Wo bin ich hier ?“ Sie hörte den unausgesprochenen Hilferuf in seiner Frage, nahm ihn einfach an die Hand und führte ihn zu einem Wohnwagen. „Du brauchst etwas Warmes zu trinken, lieber Freund“, sprach sie selbstverständlich. Und er ging mit ihr. Wohin sollte er auch gehen? Er konnte nicht mehr zurück nach Hause.
Im Wohnwagen war es warm – und diese Wärme kam nicht nur von der Kerze und der Heizung …

Die Frau, die sich als Maria vorstellte, machte Tee, gab ihm eine Decke, schmierte ein Brot für ihn. Und schließlich setzte sie sich zu ihm, nahm seine Hand und sprach: „Du kannst mir alles erzählen, was immer es auch sei.“ In ihren Augen war ein Leuchten, das ihn die Wahrheit ihrer Worte fühlen ließ. Und er, der nie viel sagte, begann zu reden.
Er sprach von seiner mordsmäßigen Wut, die ihn gepackt hatte, als er seine Frau in den Armen eines anderen gesehen hatte, von seiner Verzweiflung sie zu verlieren, von seinen Selbstzweifeln und Minderwertigkeitsgefühlen, die ihn schon lange plagten, und die ihn dazu gebracht hatten, sein Gefühl so weit zu drosseln, dass er kaum noch Liebe und Freude empfinden konnte. Er sprach von seiner Verbitterung und seinem Selbsthass und von dem immensen Schmerz, nun auch noch das Liebste, das er hatte, verloren zu haben – seine Frau. Wie sehr bereute er es, dass er sie geschlagen hatte!
Maria hörte ihm zu, fühlte seine Not und sagte nur drei Worte: „Ich verstehe dich“. Und er, der so lange Zeit seine Gefühle unterdrückt hatte, begann zu weinen. Sie war bei ihm, als heftiges Schluchzen seinen Körper schüttelte, und nahm ihn in die Arme, als er nicht mehr aus noch ein wusste. Lange hielt sie den Weinenden an ihrem Herzen und schenkte ihm schweigend ihr Mitgefühl. Als die Tränen versiegten und er sich langsam beruhigte, war er nicht mehr der Gleiche wie zuvor. Er sah Maria an. Sie war etwas rundlich und nach landläufigen Kriterien nicht unbedingt schön zu nennen. Ehrfurcht und tiefe Dankbarkeit für diese strahlende, liebende Frau, die ihm mit ihrem Herzen zugehört und angenommen hatte, erfüllten ihn.
Er flüsterte „Danke!“
Maria verstand all das, was er mit diesem einen Wort sagen wollte, und nickte lächelnd. „Könnte es nicht sein, dass jener Mann, mit dem du deine Frau vorgefunden hast, sie umarmt hat, um ihr Trost und Verständnis zu geben, genau so wie ich es soeben bei dir tat?“, fragte sie. Mit dieser leisen Hoffnung im Kopf, mit der Wärme des heißen Tees und des Mitgefühls im Bauch und mit geöffnetem Herzen ging der Mann nach Hause – und ein neues Leben begann…
Geliebter Mensch, auch du kannst anderen Menschen zuhören wie Maria es tat: In der Haltung von Verständnis, Mitgefühl und bedingungsloser Annahme. Die Liebe deines Herzens kann deinem Gegenüber ohne viele Worte eine Kraft geben, die ihn neu leben lässt.
Wenn du dich jemandem ganz und gar zuwendest, ihn anhörst ohne jegliche Beurteilung und ihm Verständnis und Liebe zeigst, ganz gleich, was er dir erzählt, machst du ihm ein immens großes Geschenk: Du erinnerst ihn an die Kraft, die auch er in seinem Herzen trägt. Wann immer du einem Menschen aufmerksam und liebevoll zuhörst, erfährst du mehr, als die Worte dir sagen können, und die Welt wird ein Stück heller durch dich.
WIR wollen dir helfen, mit deinem Herzen zu hören, WIR, die guten Kräfte deines Lebens
Mit dem 281. Brief aus meinem Buch “Engel, die guten Kräfte deines Lebens, Band 2 möchte ich dir und mir und jedem von uns Menschen wünschen, die uns in verzweifelten Momenten verstehen und annehmen. Und ich wünsche uns die Herzenswärme der Maria, denn dann wird auch mitten in den kalten Wintertagen unseres Lebens Weihnachten wahr – egal zu welcher Jahreszeit.
8. Dezember 2009 · Gespeichert unter Geschichten, Weihnachten und Advent · Tagged Advent, Adventsgeschichte, Adventszeit, Ankommen, Annahme, Brot, Christkind, Gemütlichkeit, Gewissen, Hunger, hungrig, Krippe, Licht, Liebe, Nikolaus, Stille, strahlen, Weihnachten, Weihnachtsbaum, Weihnachtsgeschichte, weihnachtsmann, Weihnachtsschmuck, Weihnachtszeit, Wunder
Ich ging durch die verschneiten Straßen, um einen alten Freund von mir zu besuchen. Und wie das bei einer 25 Jahre alten Freundschaft so ist, war alles so selbstverständlich, so vertraut, als wäre ich gerade vorgestern zum Frühstück hier gewesen, dabei hatten wir uns fast ein Jahr lang nicht gesehen. Es war fast schon Tradition, dass wir uns in der Weihnachtszeit trafen, um gemeinsam vor seinem Weihnachtsbaum zu sitzen und Musik zu hören. Ich muss dazu sagen: Es ist immer ein ganz besonderer Baum, einzigartig ungleichmäßig im Wuchs, stark und groß, geschmückt mit gläsernen Sternen, Kugeln, Zapfen, Eiskristallen, Schneeflocken, Glocken und einer kleinen bezaubernden Miniatur-Glaskrippe – und mit echten Kerzen.
In dem Moment, als ich sein Zimmer betrat und er mich zur Begrüßung in den Arm nahm , fiel der ganze übliche Stress von mir ab, ich ließ alles hinter mir und erlaubte mir den Luxus, ohne Gedanken an all das , was sonst immer zu tun ist, einfach vor diesem glitzernden Weihnachtsbaum zu sitzen, die Klänge der Musik zu hören und nach und nach immer mehr zu entdecken, was da in den Zweigen – und in mir – verborgen war.
Die in allen Regenbogenfarben schimmernden Kristalle, Zapfen und die Glaskugeln, die mich an Seifenblasen erinnerten, berührten Kindheitsgefühle, Träume und Sehnsüchte.
Wir redeten kaum, das wollten wir nachher beim Abendbrot tun. Ich saß auf der Couch , er in seinem Sessel und das Schweigen ließ mich ankommen. Ich muss zugeben, so etwas erlebe ich selten. Allein kann ich still da sitzen und Musik mit allen Zellen genießen, aber gemeinsam mit einem anderen Menschen kam ich bisher kaum in diesen Genuss. Und hier war es so einfach, so selbstverständlich. Zwischendurch schaute ich hinüber zu meinem alten Freund, wie er still versunken in die Lichter sah – das humorvolle, freundliche Gesicht, der grau-weiße Bart, die leuchtenden Augen, die Ruhe, die er ausstrahlte, all das erinnerte mich an andere Sagen-umwobene alte Männer – Petrus, Sankt Nikolaus, der Weihnachsmann…
Mein inneres Kind freute sich, wir sitzen vor dem Tannenbaum mit dem Weihnachtsmann!
Und als wolle er seiner Rolle noch stärker gerecht werden, las er nun noch eine Weihnachtsgeschichte vor:


Ich kniete inzwischen auf dem Boden vor der großen Holzkrippe, die unter dem Weihnachtsbaum stand und die Figuren begann in meiner Fantasie zu leben. Auch das kleine Mädchen sah ich vor meinem geistigen Auge. Ich entdeckte in ihm meine Züge. Sein Hunger… seine Sehnsucht… es war auch meine Sehnsucht, mein Hunger…
Die Kerzen waren fast herunter gebrannt, da meinte „mein Weihnachtsmann“, dass er sich jetzt um das Abendbrot kümmern wolle. Und bevor ich noch meine Hilfe anbieten konnte, erklärte er: „ Und du bleibst hier und genießt noch ein bisschen die Lichter!“
Das hungrige kleine Mädchen in mir fühlte sich unendlich geborgen.
Da sorgte einer für mich… Ich hatte keine Verantwortung in diesem Moment… Kein Überlegen, was zu tun sei… Da sagte einer, ich solle genießen! Und er meinte es auch wirklich so!
Ich hörte ihn in der Küche mit dem Geschirr klappern und konnte es fast nicht aushalten, nichts zu tun. Zur Sicherheit fragte ich noch einmal, ob es nichts gäbe, wobei ich helfen könne…
„Doch,“ meinte er lächelnd, „du musst auf die Kerzen aufpassen.“
Und damit gab er mir auch noch ein gutes Gewissen!
Ruhe und Frieden, wohltuende Klänge, funkelnde Schönheit, Geborgenheit, Fürsorge und ein gutes Gewissen – wusste er, wie reich er mich beschenkte an diesem Abend?
Ich glaube, er handelte im Auftrag desjenigen, dessen Geburtstag wir gerade feiern.
Als er mich schließlich zu Tisch bat und wir Abendbrot aßen, fühlte sich alles in mir warm und froh an – und die Wärme kam nicht nur vom Tee… Ich aß mit ihm Weihnachtsbrot, denn es nährte jeglichen Hunger in mir, und schmeckte so vorzüglich, wie nur Weihnachtsbrot schmecken kann!
Dass wir uns an jedem Tag im Jahr gegenseitig mit Weihnachtsbrot nähren,
auf dass die Kinder in uns sich mit Geborgenheit und Liebe satt essen können,
wünsche ich uns allen von Herzen!
In diesem Sinne: Eine frohe Weihnachtszeit – heute und an allen Tagen!
Marina Kaiser