Hallo DU – bist DU da?
Ja natürlich BIN ICH da – hier bei dir, in diesem Moment.
Ich habe Angst.
Ja, mein Liebes, ICH weiß. Gib der Angst eine Stimme und lass sie sprechen.
Also – ich werde nachher einige neue Menschen kennen lernen. Ich weiß, es ist absurd, aber ich bin in solchen Momenten oft so unsicher, wie ich mich verhalten soll. Immer habe ich Sorge, in irgendeinen unsichtbaren Fettnapf zu treten und mich ungeschickt oder “irgendwie daneben” zu benehmen…
Gut dass du das mal so deutlich aussprichst. Weißt du, alle Menschen haben vor irgendwelchen Dingen Angst. Manche nehmen die Angst als solche wahr, andere wiederum lassen sie gar nicht in ihr Bewusstsein, weil die noch größere Angst in ihnen ist, dass sie die Ängste dann, wenn sie sie ganz zulassen würden, gar nicht aushalten könnten. Insofern sage ICH dir als erstes:
Du brauchst dich deiner Angst niemals zu schämen!
Sie resultiert aus alten Verletzungen, und ist daher total verständlich.
Was nun deine aktuelle Angst anbelangt, dich irgendwie “daneben zu benehmen”, möchte ICH dir heute gern wieder eine Geschichte erzählen.
Au ja, gern! DU hattest mir ja vor kurzem schon eine Geschichte von JEMAND erzählt und noch eine weitere mit JEMAND ANDERS angekündigt. Ist es diese, die DU mir jetzt erzählen willst?
Ja, genau die ist es.
Toll, dass sie gerade zu meiner momentanen Stimmung zu passen scheint, denn sonst würdest DU sie mir ja jetzt nicht erzählen wollen, oder? Wußtest DU denn neulich schon, mit welchem Thema ich heute zu dir kommen würde?
Ja, natürlich wußte ICH das.
Ach ja, ich vergaß, DU weißt ja alles… Hm – schon ein recht seltsames Gefühl mit einem Wesen zu sprechen, das alles weiß…
…und alles liebt!
Übrigens – ICH BIN kein Wesen – jedenfalls nicht nur, ICH bin das große ALLES, das unendlich liebende ALLES, das sich hier als schreibender Gedanke äußert, als Vorstellung vom liebenden Lichtwesen, und das ist gut so, denn ohne irgendeine Vorstellung könntest du nicht so fühlend mit MIR kommunizieren. ICH möchte dir sogar helfen, deine Vorstellung von MIR noch mehr zu konkretisieren, indem ICH zu dir sage:
Wenn ICH jetzt in einem menschlichen Körper bei dir wäre, dann…
Ich liebe diese Vorstellung, sie macht immer so wohlige Gefühle!
Genau deshalb verwende ICH sie, denn in behaglichen, entspannten Gefühlen öffnet sich alles in dir weit, um meine Botschaften nicht nur in deinen Kopf, sondern auch in deinen Bauch und dein Herz einziehen zu lassen.
Also, mein Liebes, mach es dir gemütlich. Denn wenn ICH jetzt in menschlichem Körper bei dir wäre, würde ICH dich an die Hand nehmen, dich zu deiner gemütlichen Kuschelcouch führen, dich zudecken und MICH in den Schaukelstuhl setzen, um dir aus meinem bunten Geschichten-Buch etwas vorzulesen zu deinem Thema “Unsicherheit bei der Frage: Was könnten andere von mir denken?”
Die Geschichte heißt:
JEMAND ganz Besonderes
Also: JEMAND war auf dem Heimweg. Er hatte JEMAND ANDERS besucht, und NOCH JEMAND ANDERS war auch dort gewesen. Kaum war er ein paar Schritte gegangen, begaben seine Gedanken sich – wie so oft – auf die Suche nach möglichen Fehltritten:
„Habe ich alles richtig gemacht? Habe ich mich für alles bedankt? Habe ich möglicherweise etwas gesagt oder getan, was JEMAND ANDERS hätte verletzen können? Oder habe ich etwas unterlassen, was richtig und wichtig gewesen wäre? Gab es vielleicht unausgesprochene Erwartungen oder Wünsche von JEMAND ANDERS, die ich nicht bemerkt und erst recht nicht erfüllt habe?“
Rückblickend fand er schnell Hinweise seines vermeintlichen Versagens: „Ja, wenn ich es richtig betrachte, war da nicht vorhin ein Kopfschütteln von JEMAND ANDERS, als ich jenen lächerlichen Satz gesagt hatte? Und hatte NOCH JEMAND ANDERS beim Abschied nicht etwas seltsam geschaut?
“Da gab es bestimmt etwas, das ich vermasselt habe…”, überlegte JEMAND sorgenvoll.
Ein ungutes Gefühl im Bauch und Schmerzen in den Schultern breiteten sich aus. Er hatte es schon früh als Kind erfahren: Überall konnten Fallen lauern , die nur darauf warteten, dass er unabsichtlich und ohne es sofort zu merken, etwas „falsch“ machte. Nach seiner Einschätzung gelang es ihm selten, alles „richtig“ zu machen.
Und was das Ganze noch mehr komplizierte: Das „Richtige“ und „Falsche“ war niemals gleich. Bei JEMAND ANDERS war das eine „richtig“ und das andere „falsch“ und bei NOCH JEMAND ANDERS konnte es genau umgekehrt sein.
„Ach, hoffentlich habe ich diesmal möglichst nicht zu viel falsch gemacht,“ seufzte JEMAND niedergeschlagen. Denn dass es irgendein Versäumnis oder irgendeinen Fettnapf gab, in den er gewiss hinein geschliddert war, dessen war er sich inzwischen ganz sicher. Traurig und mutlos schlich er nach Hause. Vielleicht sollte er am besten kaum noch JEMAND ANDERS besuchen, dann würde er nicht soviel falsch machen können – überlegte er. Aber dann wäre JEMAND ANDERS vielleicht enttäuscht… und er selbst wäre noch einsamer, als er es ohnehin schon war.
Ach hätte er doch nur nicht so oft diese Angst, etwas „falsch“ zu machen und ein unhöflicher Gast, ein unaufmerksamer Gastgeber, ein langweiliger Gesprächspartner – eben ein „schlechter“ JEMAND zu sein…
„Gott, ich wünsche mir Erlösung – ich wünsche sie mir so sehr!“ flüsterte er mit Tränen in den Augen. „Und ich wünsche sie mir jetzt – jetzt endlich!“
In diesem Moment fühlte er, wie sich eine Hand auf seine schmerzende Schulter legte.
Er schaute sich um, doch er sah niemanden, dennoch spürte er die Hand auf seiner Schulter immernoch – da war ein wohliges warmes Gefühl und ein leichter, angenehmer Druck.
“Werde ich denn jetzt zu guter Letzt noch verrückt?” fragte er sich.
Da antwortete ihm eine Stimme: “ICH BIN da. ICH BIN wirklich da. Doch ICH BIN nicht JEMAND ANDERS, ICH BIN du – du und mehr. ICH BIN die Liebe deines Seins, nein mehr noch, ICH BIN die Liebe allen Seins und manifestiere MICH gerade in der Wärme und dem leichten Druck einer liebenden tröstenden Hand.”
JEMAND wurde langsam ruhiger. Die Wärme der Hand war immer noch da, und er wollte diesen wunderbaren Moment, in dem er sich zunehmend wohler fühlte, nicht mit Fragen oder kritischen Gedanken zerstören. Langsam, ganz langsam ging er weiter und richtete seine Aufmerksamkeit ganz auf dieses wunderbare Gefühl, das die unsichtbare Hand in ihm auslöste. Schließlich „hörte“ er die gütige Stimme, die gerade eben zu ihm gesprochen hatte wieder:
„Mein liebes Menschenkind, ICH sage dir:
Du bist erwünscht! Du, genau du – genau so wie du bist. Gleichgültig was andere Menschen von dir denken, was sie dir jemals sagten oder zeigten – du bist gewollt!
Und noch etwas: Egal, wie dein Vater und deine Mutter sich je zu dir verhalten haben, ob sie dir ihre Herzensliebe zeigen konnten oder nicht, ob sie da sein konnten für dich oder nicht:
Du bist ein Wunschkind. Denn ICH will dich!
ICH habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist MEIN – ein Kind der Liebe des Lebens – MEIN geliebtes Kind.
Und du sollst niemals anders sein, als du bist. Wie schön, dass es dich gibt! Du bist JEMAND ganz besonders!“
Ich danke dir von Herzen für die Geschichte - willst du mir damit sagen… ich bin auch etwas ganz besonderes?
Genau! Du und alle andere Menschen! In diesem Moment sage ICH es dir ganz persönlich, mein Liebes:
Ganz egal, was andere von dir halten und denken:
Du bist erwünscht.
Du bist gewollt, genau so wie du bist.
Du bist mein Wunschkind.
Oh… Das will ich immer in mir bewahren.
Schreib es auf, male ein Bild, erzähle anderen Menschen von dieser Geschichte…
Au ja! Mir fällt noch eine Fortsetzung ein, darf ich sie DIR mal erzählen?
Natürlich, gern, nur zu…
Also:
Einige Tage und Wochen vergingen und JEMAND spürte immer wieder einmal die Wärme dieser liebenden Hand, sowie er seine Aufmerksamkeit darauf richtete. So manches Mal „hörte“ er auch die gütige Stimme, die ihm immer das sagte, was er gerade am nötigsten brauchte, denn er war nun bereit, das, was er brauchte in sich zu finden.
Und schließlich kam der Tag, an dem JEMAND ANDERS ihn besuchte, ihn anlächelte und ihm sagte: Du, ich hatte neulich ganz vergessen, dir zu sagen, wie wunderschön dieser Abend mit dir war. Du bist JEMAND! JEMAND ganz Besonderes! Ich hätte dich gern zum Freund. Wie schön, dass es dich gibt!“
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Dass wir alle uns mehr und mehr als Wunschkinder des Lebens empfinden – gewollt so, wie wir sind, wünscht dir, mir und uns allen
Marina
Mehr Gespräche zwischen dem kleinen Ich und dem großen Licht,
sowie auch Geschichten, Gedichte, Nahrung für dein Gemüt
wie Engelkarten zum online ziehen und versenden,
Botschaften von Engeln, Christus und Maria
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